Gemeinderatssitzung Gemeinderatssitzung: Gatersleben sucht noch einen Partner
Gatersleben/MZ. - Bis Oktober nächsten Jahres habe die Gemeinde Zeit, sich zu entscheiden. Die Zeit werde auch genutzt. "Wir lassen uns auch von der Verwaltungsgemeinschaft "Hoym-Nachterstedt" mit dem Termin, uns bis März 2002 zu entscheiden, die Pistole nicht auf die Brust setzen", stellte Stubbe klar.
Zur jüngsten Sitzung des Gaterslebener Gemeinderates waren der Leiter der Verwaltungsgemeinschaft "Bode-Selke-Aue", Martin Haas, die Leiterin des Gemeinschaftsausschusses, Kornelia Bodenstein, und die Bürgermeister der fünf Gemeinden zu Gast.
Die Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft haben sich für eine Einheitsgemeinde entschieden. "Mit unseren 5 100 Einwohnern müssen auch wir uns einen Partner suchen, um die geforderten 7 000 Einwohner zu erreichen.
Dazu wollen wir die freiwillige Phase nutzen", erklärte Haas. Mit Gatersleben sei es möglich, eine Bode-Selke-Aue-Einheitsgemeinde zu bilden. Für eine Verbandsgemeinde reichen die Einwohnerzahlen nicht aus, fügte der Verwaltungschef hinzu.
Für Gemeinderat Lutz Damm (CDU) macht es keinen Sinn, schon vor den Landtagswahlen eine Entscheidung zu treffen. "Wenn die CDU die Regierung stellt, wird es keine Zwangsvereinigung von Gemeinden und Kreisen geben", ist er sich sicher. Mit dieser Meinung steht er in seiner Fraktion nicht alleine. Für Gemeinderat Walter Baudisch (SPD) ist das bloße Wahlpropaganda. Er hat sich schon definitiv für ein Zusammengehen mit den Bode-Selke-Aue-Gemeinden entschieden. "Mit den Gemeinden gibt es mehr Gemeinsamkeiten als mit Hoym und Nachterstedt", meinte er.
"Den kleinen Gemeinden geht es echt ans Leder. Ich halte nichts von der Gebietsreform, weil sie weder effektiver ist noch mehr Bürgernähe bringt. Es entstehen nur höhere Kosten", meinte Heteborns Bürgermeister Reinhard Hempel.