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Bekleidung Bekleidung: Was kleine Frauen größer und große Frauen kleiner macht

Von MANJA GRESS UND FRANZISKA FIEDLER 04.08.2009, 17:28

Halle/MZ. - Die wichtigste Regel für alle Entscheidungen lautet: Die Proportionen müssen stimmen. "Claudia Schiffer ist auch größer als Kate Moss, aber man sieht es nicht. Da passen die Proportionen einfach", sagt die Stylistin Maria Hans aus Hamburg.

"Es kommt immer ganz auf die Figur und auf den Körperbau an", erklärt die Stilberaterin Ines Grum aus Dortmund. Um ein optimales Bild zu erzeugen, sollten Ober- und Unterkörper etwa gleich lang wirken. Kurze Beine lassen sich beispielsweise mit hoch geschnittenen Hosen optisch strecken. "Und kurze Jacken oder Boleros lassen den Oberkörper etwas wachsen."

Kleine Frauen können grundsätzlich gut tragen, was "in die Länge geht". Maria Hans rät ihnen daher zum V-Ausschnitt: "Sportlich runde Krägen stauchen eher." Ein Rock sollte auf gar keinen Fall zu lang sein. "Mini-Röcke stehen kleinen Frauen viel besser. Weiße, lange Röhrenjeans können optisch ein paar Zentimeter hinzuschummeln."

Es müssen auch die richtigen Farben zum Einsatz kommen: "Einfarbige Kombinationen strecken den Körper", erklärt die Imageberaterin Dagmar Bothe in Hamburg. "Verzichten sollten kleine Frauen auf sogenannte Block-Colours. Das passiert, wenn ich einen roten Pulli zu einer blauen Hose trage und sonst keine weitere Farbe im Outfit zeige." Der Körper wirke dadurch "halbiert" und keinesfalls größer.

Bothe rät außerdem, die Farbe der Strümpfe auf die Farbe des Rocks abzustimmen - auch das könne Beine optisch verlängern. Ein weiterer Tipp: "Kleine Frauen sollten zu hellen Oberteilen greifen. Das lenkt den Blick nach oben."

Große Frauen wirken etwas kleiner, wenn sie ihr Outfit in einzelne Partien unterteilen. "Das geht am besten mit dem sogenannten Lagenlook", erklärt Bettyna Pöltl vom Image-Institut Berlin. "Ein längeres T-Shirt zur Hose und darüber eine Weste - das zaubert ein paar Zentimeter weg", so die Expertin. Auch Longblazer oder Gehröcke stehen großen Frauen gut. "Hauptsache, sie reichen bis über die Oberschenkel", sagt Pöltl.

Bei Hosen gebe es einiges zu beachten. So lasse ein Aufschlag am Hosenbein lange Beine kürzer wirken. "Dreiviertel- oder Zigarettenhosen, bei denen die Knöchel freiliegen, nehmen ebenfalls etwas Beinlänge weg", sagt Ingo Brack von der Modeschule Esmod in München. Auch Marlenehosen und die schmale Röhre passten perfekt. Leggins betonten schlanke Beine.

Große Frauen, die gern Kleider tragen, können eigentlich gar nichts falsch machen, glaubt Brack: "Ganz schlanke sehen in Minikleidern am besten aus. Wer glaubt, ein paar Problemzonen zu haben, kann zum Beispiel ein lockeres Flatterkleid aus leichten Stoffen tragen." Dazu sollte das Outfit mit kleinen Details unterbrochen werden, die ihre Trägerin kleiner wirken lassen: "Aufgenähte Taschen und Gürtel zum Beispiel, wie sie viele Hemdblusenkleider haben", empfiehlt Pöltl.

Auch auffällige Oberteile, zum Beispiel im Empire-Stil oder mit Mustern, lenken von der Größe ab. "Große Frauen sind geschaffen dafür, große Muster zu tragen. Es kann auch gern plakativ ein Muster sein, das sich durch das ganze Outfit zieht." Kleine Muster würden an großen Frauen aber ebenfalls toll aussehen, sagt Ingo Brack: "Eigentlich passt alles, nur keine Längsstreifen." Auch auf V-Ausschnitte und lange Reißverschlüsse sollten Große verzichten - sie strecken den Körper.

Die Schuhe sollten vorn rund sein, rät Ingo Brack. "Runde Kappen lassen die Füße kleiner wirken." Schuhe, die einen Riemen über dem Spann haben, machen lange Beine ebenfalls kürzer - genauso wie Stiefel, die nur bis zur Wade reichen.