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Zum Auftakt ohne drei Leistungsträger

Von Torsten Kühl 10.08.2005, 09:09

Nebra. - "Die beiden roten Karten waren bitter, weil völlig unnötig", sagt auch Tomczak. "Das darf Landesliga-Spielern nicht passieren." Vor Verletzungen allerdings sei man nie gefeit; die könnten einen auch mitten in der Saison immer treffen. "Wir müssen und werden diese Ausfälle kompensieren", ist sich der FC-Coach aber sicher. In der Abwehr habe man neben den bewährten Kräften wie Sven Puplick und Michael Staake mit Enrico Herzau und Sebastian John ebenso Alternativen wie im Sturm mit Robert Jesswein und Alexander Pflug. Zudem ist Stefan Schulze wieder aus dem Urlaub zurück.

Im neuen Spieljahr sieht Maik Tomczak Platz fünf als realistisches Ziel. "Natürlich waren wir letzte Saison Dritter, aber es gibt sieben, acht Mannschaften, die vorn mitspielen können. Ich denke, dass es da noch enger zugehen wird." Die Favoriten des Nebraer Trainers sind der FSV Bennstedt und Grün-Weiß Wimmelburg. "Aber auch der SSV Landsberg und Romonta Stedten haben starke Teams. Hinzu kommen der 1. FC Zeitz oder der Naumburger BC, deren Leistungsvermögen ich derzeit schwer einschätzen kann."

Ein erfolgreicher Saisonverlauf hänge von so vielen Faktoren ab, weiß Tomczak. Von Können und auch Glück, ob man von Verletzungen verschont bleibe. Wie schnell es gehen kann, haben die Nebraer in der vergangenen Woche selbst erfahren müssen. In der Vorbereitung auf das neue Spieljahr in der Landesliga, Staffel Süd, hat Maik Tomczak nach eigenen Aussagen sein Konzept voll durchziehen können. "Die Siege gegen die Verbandsligisten BSV Ammendorf und Romonta Amsdorf haben erneut gezeigt, dass wir auch mit höherklassigen Mannschaften nicht nur mithalten können." Klar, es gebe immer etwas zu verbessern. Der Coach nennt den Spielaufbau und die effektivere Chancenverwertung sowie die Tatsache, dass man ruhiger agieren müsse, wenn man unter Druck gerät.

Ansonsten sei er zufrieden gewesen mit den Erfolgen in den Testspielen und in der Trainingsarbeit. "Die Neuzugänge haben sich gut integriert. Den jungen Spielern fehlt freilich noch die Wettkampfhärte, aber die werden sie schon noch bekommen." Auf der Torwartposition sind die Nebraer nun noch besser besetzt. Hinter der Nummer eins, Stefan Leger, der eine ganz starke Saison 2004 / 05 gespielt hat, liegt mit Jan Domschky, der nach seiner Lehre in Norddeutschland an die Unstrut zurückgekehrt ist, ein "Supertalent" (so Tomczak) in Lauerstellung. Und für den Notfall habe man noch Ex-Keeper und Torwarttrainer Jörg Schröder in der Hinterhand.

AUFGEBOT - Tor: Stefan Leger, Jörg Schröder, Jan Domschky

Abwehr: Alexander Theile, Sven Puplick, Michael Staake, Christian Janke, Christian Stange, Enrico Herzau, Frank Piehler

Mittelfeld: Thomas Horbel, Olaf Nolze, Mario Klingner, Stefan Schulze, Lars Grieser, Florian Stößel, Sebastian John

Angriff: Uwe Becker, Andreas Schwarze, Robert Jesswein, Alexander Pflug

Zugänge: Jesswein (FC RSK Freyburg), Stößel, John (beide eigener Nachwuchs), Domschky (II. Mannschaft)

Abgänge: Andreas Henzel (Blankenburg), Matthias Kirchhoff (VfL Querfurt)

Trainer: Maik Tomczak; Saisonziel: Platz 5, Qualifikation für den Landespokal