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Wolfgang Tiffert Wolfgang Tiffert: Abschied von der Trainerbank

Von Christian Leopold 11.06.2004, 18:09

Halle/MZ. - "Meine Frau, die mich immer unterstützt hat, ist froh. Und ich brauche nach den letzten zwei Jahren im Abstiegskampf einfach eine Erholungsphase, muss Abstand gewinnen", so Tiffert. Doch es sei natürlich schwer, diesen Lebensabschnitt zu beenden. Manchmal, bekennt der noch bis 2006 gewählte Präsident des Kreisfußball-Verbandes, kämen ihm schon sinnbildlich die Tränen.

Mit gleich drei Nachwuchsteams beim damaligen SV Einheit Halle-Süd hatte Tiffert noch als A-Junior seine Laufbahn begonnen. Mit wachsenden Erfolgen arbeitete er sich zum Verantwortlichen verschiedener hallescher Kreis- und Bezirksauswahlteams nach oben. Ein Höhepunkt in der Karriere Tifferts, der zum erfolgreichsten Medaillensammler bei den Bestenermittlungen der DDR avancierte, war der Spartakiadesieg Mitte der 80er Jahre mit den damals zwölf- und 13-jährigen Alexander Löbe, Silvio Meißner, Marco Gebhardt und Erik Schulz.

Seit Wolfgang Tiffert 1977 an Leipzigs Sporthochschule zum studierten "Fußballlehrer" wurde und anschließend hauptamtlich beim Sportbund als Trainer angestellt war, gingen unzählige Talente durch seine Schule. Gemeinsam mit Walter Schmidt, neben Horst Sockoll das große Vorbild von Tiffert, nahm er die Aufnahmeprüfungen an der Kinder- und Jugendsportschule ab. Nach der politischen Wende in der DDR kam er dann zur ESG.

Aus der versprochenen "kurzen Hilfe" wurden schließlich 14 wechselvolle Jahre mit Auf- und Abstieg. Am Sonnabend läuft "Tiffis" Uhr als Mann auf der Bank nun endgültig ab. Er sagt: "Ich bin glücklich, dass wir mit unserem kleinen Kader die Klasse gehalten haben. Und dabei sind unsere jungen Talente auch nicht zu kurz gekommen."