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Werbespiel Werbespiel: Schalker fliegt wie einst durch Luft

Von Detlef Liedmann 22.06.2003, 16:58

Stedten/MZ. - Denn Fischer zeigte eines seiner Markenzeichen: Im Flug eine Flanke von außen volley nehmen. "Es gibt solche und solche Fallrückzieher. Aber meine Art sieht man nur noch selten", so der 53-jährige Sohn eines bayrischen Holzfällers, der die meisten seiner 535 Bundesligaspiele (268 Treffer) im Trikot von Schalke 04 absolviert hatte. Hinzu kommen 46 Länderspiele mit 32 Toren. Eines seiner spektakulärsten wurde 1976 von den Fernsehzuschauern zum Tor des Jahres, später zum Tor des Jahrzehnts und Vierteljahrhunderts gewählt. Wie es ihm in Stedten gefallen hat? "Gut. Wir sind oft im Osten unterwegs und es macht immer wieder Spaß", so Fischer, der im Sommer zehn bis 15 Mal aufläuft. Das die Uwe-Seeler-Traditionself am Sonnabend in Stedten mit 5:1 als Sieger vom Platz ging, war ohnehin Nebensache. Im Vordergrund stand da eindeutig der Spaß.

Auch Klaus Krügner, Stedtens Vereinsvorsitzender, sah das so. "Wir können rundum zufrieden sein. Und wir haben auch jene Spieler auflaufen lassen, die eigentlich schon lange nicht mehr aktiv sind."

So waren auf dem Rasen unter anderem Holger Krostitz, Heinz Denk, Gerd Friede oder Volker Schneider zu sehen. "Das war für sie noch mal was ganz Besonderes", so Krügner weiter im Getümmel nach dem Spiel, als längst die Autogrammjäger die Rasenfläche gestürmt hatten. Und Wolfgang Overath, Bernd Hölzenbein (mit weniger Jahr und mehr Hüfte als früher) oder Olaf Marschall schrieben geduldig auf Fotos, Bälle, Plakate oder T-Shirts ihre Namenszüge. Und für Sabine Hentze gab es noch eine besondere Überraschung. Sie hatte den ersten Preis, einen Gutschein für ein Essen, gewonnen. "Wir waren schon fast auf dem Heimweg", so die Lehrerin aus Eisleben. Und ihr Mann Siegfried, Sportlehrer mit besonderem Spaß am Fußball, ergänzte: "Uns hat es super gefallen. Das ganze Umfeld hat gestimmt. Und wenn die Spieler auf dem Feld immer so respektvoll wie heute miteinander umgehen würden, das wäre prima." Genau so sah es Schiedsrichter Eckard Stahl aus Erdeborn. "Das wäre doch schlimm, wenn ich bei so einem Spiel viel zu tun hätte." Gut zu tun hatten die Torleute Rayk Herrling und Volker Schneider auf Stedtener Seite sowie Wolfgang Kleff und Detlef Zimmer. Während Kleff seinen Kasten bei Chancen von Oliver Harborth und Sven Rutke sauber hielt, musste Zimmer (früher Wismut Aue und Carl Zeiss Jena) den Anschlusstreffer zum 1:2 durch Stefan Lindner hinnehmen.

Die beiden Stedtener Keeper mussten gleich fünf mal die Kugel aus dem Netz holen. Die Stedtener Cheerleader und der Hettstedter Spielmannszug Blau-Weiß hatten im Umfeld gleich mehrfach einen Auftritt. Und die E-Junioren des Vereins wurden für Bronze in der Meisterschaft und den Gewinn des Mansfeld-Cups geehrt. Inmitten all dieser Stars - wohl unvergesslich.

Romonta Stedten: Rayk Herrling - Steven Kolodziezek, Jens Kriegelstein, Maik Friede, Marko Meintschel, Maik Probst, Daniel Stache, Sven Rutke, Thomas Jepp, Hendrik Burghardt, Oliver Harborth - Volker Schneider, Bernd Fumfak, Uwe Zorn, Gerd Friede, Heinz Denk, Tino Schreier, Stefan Lindner, Andy Wachtel, Michael Dubilzig, Holger Krostitz, Jörg Hoffmann, Maik Denk, Holger Wichmann, Matthias Fischer

Uwe-Seeler-Traditionself: Wolfgang Kleff - Jürgen Groh, Oliver Westerbeek, Matthias Herget, Dieter Herzog, Werner Melzer, Wolfgang Overath, Wolfgang Rolf, Christian Schreier, Olaf Marschall, Klaus Fischer - Detlef Zimmer, Bernd Hölzenbein, Uwe Schulz

Torfolge: 0:1 Probst (Eigentor, 25.), 0:2 Hölzenbein (65.), 1:2 Lindner (75.), 1:3 Rolf (82.), 1:4 Marschall (88.), 1:5 Overath (90.)