Tischfußball-WM: Lokalmatadoren wollen Erfolg

Hamburg - Rund 800 Teilnehmer mit 40 Auswahl-Teams aus allen fünf Kontinenten kämpfen in der Osterwoche in Hamburg bei der Tischfußball-Weltmeisterschaft um die Titel. Vom 12. bis 16. April werden in der Kampnagelfabrik an 120 Tischen mehr als 2000 Spiele im Einzel-, Doppel- und Nationenwettbewerb sowie den Spezial-Disziplinen Speedball and Classic entschieden. WM-Ehren gibt es bei den Damen, Herren, Junioren (U18), Senioren (Ü50) und bei den Rollstuhlfahrern.
„Die WM 2017 wird das größte Tischfußball-Event. Eine Teilnahme ist das Highlight in der Karriere eines jeden Spielers”, sagt Farid Lounas, Präsident der International Table Soccer Federation (ITSF).
Die noch junge Sportart kehrt an eine ihrer Geburtsstätten zurück, denn die Premiere der Tischfußball-WM fand 2006 in der Hansestadt statt. Seit der bisher letzten Ausgabe 2015 in Turin findet das Championat der weltbesten Tischkicker alle zwei Jahre statt.
Aus Hamburg sind unter anderem Sabine Brose und Shootingstar Maura Porrmann im Damen-Team sowie Minyoung Bai und Oke Harms bei den Herren dabei. Bei den Junioren gehört Nico Wohlgemuth, das Toptalent des FC St. Pauli, erneut zum Kader. Der 17 Jahre alte Lokalmatador aus Bad Bramstedt ist in diesem Jahr als doppelter Titelverteidiger (Nationalteam, Doppel) am Start.
Wie seinen sieben Jahre älterer Mitspieler Marlin Sielfeld stört es auch ihn, dass sein Sport noch nicht die nötige Anerkennung bekommt. Deshalb will er Aufmerksamkeit durch Erfolge erzeugen. „Mein Ziel ist es, mein bestes Spiel zu zeigen und die Titel zu verteidigen”, erklärt Wohlgemuth.
Im Vorfeld der WM übergibt am Freitag (11.00 Uhr) der Vorsitzende der Deutschen Tischfußballjugend, Engelbert Diegmann, zehn Kickertische an Kinderkliniken in Hamburg, Elmshorn und Geesthacht. Diegmann koordiniert die Nachwuchsarbeit in rund 400 deutschen Clubs, darunter in den Tischfußball-Vereinen des Hamburger SV und des FC St. Pauli. (dpa/lno)