Schützenverein Schützenverein: Wloch schießt nach spannendem Kampf Vogel ab
Weißenfels/MZ. - Eineinhalb Stunden wurde in einem spannenden Kampf geschossen, dann stand der Sieger beim Vogelschießen des Weißenfelser Schützenvereins fest. Gewinner wurde Gründungsmitglied Wolfgang Wloch. "Beim Vogelschießen ist es immer spannend. Es war einfach ein Glückstreffer", meinte Wloch im Nachhinein. Er hatte sich gegen 25 Kontrahenten durchgesetzt.
Mit dabei war auch Heinz Kohlstrung, Teilnehmer bei den Deutschen Meisterschaften mit dem Ordonanzgewehr in München. Dabei holte er unter 108 Schützen 355 Ringe und wurde Zwölfter. Das war das beste Ergebnis eines Teilnehmers aus den neuen Bundesländern. Kohlstrung hatte zum vierten Mal in Folge an den nationalen Wettkämpfen teilgenommen. Aber dieses Mal musste er beim Vogelschießen seinem Teamkollegen Wloch den Vortritt lassen.
Gegründet wurde der Verein im Jahre 1990. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wegen des Hochwassers an der Markwerbener Straße gab es Probleme mit den Wettkämpfen. Diese haben sich allerdings gelegt. Dem Fleiß der Mitglieder sei es zu verdanken, dass die Anlage im Laufe der Jahre in Eigenleistung überholt und erneuert wurde.
So wurde unter anderem die Pistolenanlage auf Duell-Basis rekonstruiert. Neu gebaut wurde eine 50-Meter-Bahn mit Scheibenwechsel-Anlage. Regelmäßig finden Wettkämpfe statt, und die Mitglieder beteiligen sich an den Kreis-, Landes- sowie deutschen Meisterschaften. Die Weißenfelser haben acht Leistungssschützen, die außerhalb des Vereins Pokale holen. Von ursprünglich 120 Schützen sind noch rund 35 geblieben. Als Ursache sehen die Verantwortlichen das Hochwasser im Jahre 1994. Zu diesem Zeitpunkt seien viele Interessenten gegangen, weil das Training nicht stattfinden konnte.