1. MZ.de
  2. >
  3. Varia
  4. >
  5. Rudern: Rudern: Deutschland-Achter unverändert

Rudern Rudern: Deutschland-Achter unverändert

Von Heinz Büse 15.05.2003, 14:23
Der neue Deutschland-Achter der Frauen mit Steuerfrau Annina Ruppel (M), Lenka Wech, Silke Günther, Anja Pyritz, Susanne Schmidt, Britta Holthaus, Dana Pyritz, Nicole Zimmermann, Manuela Zander (v.l.) posiert am Donnerstag (15.05.2003) vor einer Trainingsfahrt im Anschluss an die Präsentation des Team Telekom Rudern 2003 in Dortmund. (Foto: Bernd Thissen dpa)
Der neue Deutschland-Achter der Frauen mit Steuerfrau Annina Ruppel (M), Lenka Wech, Silke Günther, Anja Pyritz, Susanne Schmidt, Britta Holthaus, Dana Pyritz, Nicole Zimmermann, Manuela Zander (v.l.) posiert am Donnerstag (15.05.2003) vor einer Trainingsfahrt im Anschluss an die Präsentation des Team Telekom Rudern 2003 in Dortmund. (Foto: Bernd Thissen dpa) dpa

Dortmund/dpa. - Der Deutschland-Achter startet mit unveränderter Besatzung in das Unternehmen Olympia-Qualifikation. Trotz schlechter Testergebnisse einiger Athleten aus dem Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes (DRV) beim verbandsinternen Frühjahrstest in Köln vor zwei Wochen verzichtet Dieter Grahn auf Umbesetzungen. Damit vertraut der Bundestrainer bis auf weiteres jener Mannschaft, die vor acht Monaten bei den Weltmeisterschaften die Silbermedaille gewann. «Nach einem kleinen Streit setze ich keine gute Ehe aufs Spiel. Alle Weltklasseteams sind über Jahre zusammen, deshalb baue ich auf Kontinuität», sagte Grahn bei der Vorstellung seiner neuen, alten Crew am Donnerstag in Dortmund.

  Einen Freifahrtschein bis zum Saisonhöhepunkt bei der WM Ende August in Mailand wollte er seinen Auserwählten - Sebastian Schulte (Wiesbaden), Thorsten Engelmann (Berlin), Jörg Dießner (Dresden), Stephan Koltzk (Frankfurt/Oder), Johannes Doberschütz (Leipzig), Enrico Schnabel (Dresden), Ulf Siemes (Oberhausen), Michael Ruhe (Hameln) und Peter Thiede (Dortmund) - allerdings nicht ausstellen. Dafür steht zu viel auf dem Spiel: Schließlich soll sich eine ähnliche Pleite wie vor vier Jahren in Kanada, als der Achter den für die Olympia-Qualifikation nötigen 7. Rang verpasste, unter keinen Umständen wiederholen. «Das ist nur eine Startformation. Wenn es nicht läuft, werde ich ändern», kündigte Grahn an.

  Nicht zuletzt deshalb steht das Achter-Team schon beim Start in die internationale Saison am Wochenende bei der 92. Hügelregatta in Essen auf dem Prüfstand. Denn die Konkurrenz im Kampf um die begehrten Rollsitze in der populärsten Bootsklasse ist groß. Das bekamen die Vize-Weltmeister Schulte, Koltzk, Dießner und Ruhe noch Ende April beim Kleinboottest zu spüren. Sie verpassten auf dem Fühlinger See den Finaleinzug, erhalten aber von Grahn eine Chance auf Bewährung. «Wir verlieren jetzt nicht den Kopf, wie es einigen Fußball-Bundesligisten zuletzt passiert ist. Aber es wird für alle Beteiligten kein Zuckerschlecken werden», sagte Grahn.

  Anders als sein Vorgänger Holtmeyer sieht der Trainer erneut keine Veranlassung, die schnellsten beiden Duos vom Frühjahrstest in den Achter zu beordern. Vielmehr sollen Philipp Stüer (Münster), Bernd Heidicker (Herten), Paul Dienstbach (Gießen) und Sebastian Thormann (Wertheim) versuchen, ihren WM-Titel von Sevilla im Vierer ohne Steuermann zu verteidigen. «Setze ich die vier in den Achter, ist keine Goldmedaille garantiert», meinte Grahn, «wir waren uns alle einig, das wir so weiter machen.»

  Bis zur WM in der lombardischen Hauptstadt vom 24. bis 31. August sind für die Athleten des Dortmunder Stützpunktes weitere Starts bei den Weltcup-Regatten in Mailand (29. Mai bis 1. Juni), München (20. bis 22. Juni) und Luzern (11. bis 13. Juli) vorgesehen.

Der neue Deutschland-Achter mit Steuermann Peter Thiede (M), (v.l.) Sebastian Schulte, Thorsten Engelmann, Jörg Dießner, Stefan Koltzk, Johannes Doberschütz, Enrico Schnabel, Ulf Siemens, Michael Ruhe(v.l.) posiert am Donnerstag (15.05.2003) vor einer Trainingsfahrt im Anschluss an die Präsentation des Team Telekom Rudern 2003 in Dortmund. (Foto: Bernd Thissen, dpa)
Der neue Deutschland-Achter mit Steuermann Peter Thiede (M), (v.l.) Sebastian Schulte, Thorsten Engelmann, Jörg Dießner, Stefan Koltzk, Johannes Doberschütz, Enrico Schnabel, Ulf Siemens, Michael Ruhe(v.l.) posiert am Donnerstag (15.05.2003) vor einer Trainingsfahrt im Anschluss an die Präsentation des Team Telekom Rudern 2003 in Dortmund. (Foto: Bernd Thissen, dpa)
dpa