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Lockerer Typ wandelt in Großvaters Spuren

Von Detlef Liedmann 26.10.2004, 16:20

Stedten/MZ. - Seit 1998 in Stedten die neue Kegelbahn gebaut wurde, ist Eisenschmidt dort fast zu Hause. Kein Wunder, steht sie doch unmittelbar neben dem Gasthof, der Großvater Gisbert Zahn gehört. Mit ihm spielt er auch in Stedtens Kreisligamannschaft der Männer, die den Aufstieg in die Bezirksklasse anstrebt.

"Voriges Jahr haben wir ihn um zwei Holz verpasst. Aber diesmal packen wir es", ist Zahn optimistisch. Der Optimismus gründet sich auch darauf, dass die Stedtener dieses Jahr im Schnitt bisher 426 Holz gespielt haben. Von Sven Eisenschmidt einmal abgesehen. Der verbucht einen fantastischen Mittelwert von 486, was immer noch vier Holz mehr als der alte Stedtener Bahnrekord (482) sind, den der 17-jährige Realschüler nun verbessert hat. Eisenschmidt erinnert sich noch an seine ersten Würfe auf den Kegelbahnen vor sechs Jahren.

"Ich habe damals die Kugel noch mit zwei Händen geworfen." Denn der damals Elfjährige fing gleich mit der Männerkugel an zu üben. 2000 bestritt er seine erste Meisterschaft mit Stedtens A-Jugend, pausierte aber nach der Hinrunde. Wegen einer Regeländerung hätte er auf Grund seines Alters mit einer kleineren Kugel spielen müssen. "Aber das wollte ich nicht", so der junge Mann. Dass die Entscheidung, trotz der Wettkampfpause bei der größeren Kugel zu bleiben, richtig war, zeigt sich jetzt immer mehr. Im vorigen Jahr war Sven Eisenschmidt Kreismeister der Jugend A, dieses Jahr fehlten dazu allerdings acht Holz. Dafür hielt sich der sympathische Linkshänder beim Rover-Pokal in Stedten schadlos und gewann die Trophäe. Im Vorjahr holte den Pokal übrigens noch sein Großvater Gisbert Zahn.