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Lieblingsgegner unter Druck gesetzt

17.04.2005, 17:00

Roßlau/MZ/val. - Was die Männer um Kapitän Christian Fräßdorf insbesondere in der ersten Halbzeit fußballerisch zeigten, konnte sich sehen lassen. Die Platzherren setzten den Tabellendritten von Beginn an gehörig unter Druck. Jeder einzelne Spieler sprühte förmlich vor Eifer, und so war es nur eine Frage der Zeit, wann das erste Tor fallen würde.

In der zweiten Minute kam Christian Nauke zum Schuss, der Ball rutschte ihm aber über den Spann. Kevin Rien jedoch traf besser. Einen missratenen Abwehrversuch der Gäste nutzte der Mittelfeldspieler und erzielte mit einem Direktschuss ins lange Eck den 1:0-Führungstreffer.

In der Folgezeit setzten die Schifferstädter energisch nach. Aber sowohl die Schussversuche von Jens Görisch, als auch Christian Nauke (19.) und Christian Fräßdorf verfehlten jeweils ihr Ziel. In der 27. Minute aber passte es dann wieder. Kevin Rien schickte Christian Nauke mit präzisem Pass in den Raum. Der musste zwar mit Ball am Fuß ziemlich weit nach rechts ausweichen, zog das Leder aber dennoch mustergültig herum. Ebenfalls aufs lange Eck und es stand 2:0. Ilsenburgs Spieler agierten in dieser Phase viel zu zaghaft, wirkten fast müde. Sie wussten dem Schwung der Hausherren nichts entgegensetzen.

Nach der Pause wechselte Ilsenburgs Trainer Rüdiger Laue mit Steven Boas dann doch den derzeitigen Torjäger der Liga ein, der aus disziplinarischen Gründen zunächst zuschauen musste. Doch auch er vermochte die Roßlauer Abwehr nicht in ernsthafte Schwierigkeiten zu bringen. Unterdessen war Roßlaus Jung-Soldat Otto Möbius in der 50. Minute frei durch, traf aber den Ball nicht voll. Drei Minuten später erzielte Möbius per Kopfball einen weiteren Treffer, den Schiedsrichter Christian Grabner aus Wolfen jedoch nicht gab, weil der Schütze den Torwart unerlaubt angegriffen haben soll.

Einen Wermutstropfen erhielt die gute Leistung der Roßlauer durch den Platzverweis von Christian Nauke, der sich nach einer Stunde Spielzeit zu folgenschwerem Nachtreten hinreißen ließ. Aber auch in Unterzahl hatte Germania noch Chancen. In der 70. Minute vergab Andi Lehmann nach gutem Alleingang. Kurz darauf stellte der eingewechselte Nico Frauendorf nach Vorarbeit von Lehmann den 3:0-Endstand her.

Die Gäste aus Ilsenburg spielten zwar in der zweiten Halbzeit besser mit, Zählbares kam dabei aber nicht heraus. Germania bekam immer häufiger die Räume zu schnellen Gegenstößen. Eine letzte gute Gelegenheit zum Torerfolg bot sich für Nico Frauendorf, der nach Flanke von Torsten Kopocz den Ball per Kopf nicht im Kasten unterbringen konnte (78.).

Mit diesem Erfolgserlebnis im Gepäck geht es für Germania nun kommenden Samstag zum Kreisderby nach Zerbst.

Roßlau: Henning Niemann, Jens Krökel, Florian Wagenknecht, Christian Fräßdorf, Jens Görisch, Kevin Rien, Andi Lehmann, Torsten Kopocz, Konstantin Wachtel (80. Timo Triepel), Christian Nauke (60. Rote Karte), Otto Möbius (66. Nico Frauendorf)