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Kreispokal-Endspiel Kreispokal-Endspiel: Friedersdorfer bleiben chancenlos

22.04.2001, 16:52

Großzöberitz/MZ. - Der Papierform nach schien der Sieger im Kreispokal-Endspiel schon vor dem Anpfiff festzustehen. Die Landesliga-Kicker des SV Friedersdorf sollten den Platz in Großzöberitz als Sieger verlassen, die Landesklasse-Mannschaft des Holzweißiger SV keine Chance besitzen. Doch daran, dass Pokalspiele ihre eigenen Gesetze besitzen, erinnerte gestern nachmittag Siegfried Giehler, Chef des Kreisfachverbandes Fußball. Dass er mit seiner Vermutung nicht falsch lag, offenbarte sich ziemlich schnell. Ohne Respekt vor dem höherklassigen Gegner tauchten die Holzweißiger vor dem Friedersdorfer Gehäuse auf, Steffen Bienek scheiterte jedoch an Schlussmann Steffen Fritzsche (2. Minute). Was folgte, war ein Spiel auf mäßigem Niveau. Kaum Ideen auf beiden Seiten, keine Pässe aus dem Mittelfeld. Keine Mannschaft wusste, Akzente zu setzen, Chancen blieben Mangelware. Dem Zufall zu verdanken war auch die Führung der Holzweißiger in der 29. Spielminute. Mario Schneider erwischte im Gewusel vor dem Friedersdorfer Tor den Ball, der landete hinter dem untätigen Schlussmann Fritzsche im Tor. Jubel auf Holzweißiger Seite, das Spiel blieb mäßigem Niveau. Kurz vor dem Halbzeitpfiff zog jedoch HSV-Kicker Michael Stäubert aus Halblinks ab und erhöhte auf 2:0.

Das Team aus Friedersdorf konnte auch in der zweiten Spielhälfte keine Gegenwehr aufbauen. Die Holzweißiger erspielten sich ein ums andere Mal Chancen und erhöhten in der 52. Minute durch René Mikolaicek auf 3:0. Weniger später war es wiederum Michael Stäubert, der das 4:0 markierte (64. Minute). Den Schlusspunkt im Torreigen setzte schließlich Mikolaicek mit seinem zweiten Tor, als er in der 81. Minute das 5:0 erzielte. Die Enttäuschung über die deutliche Niederlage und das nur sporadische Aufbäumen der eigenen Truppe war den Verantwortlichen der SV Friedersdorf deutlich anzusehen. "Keine Worte" fanden sie und wollten die Leistung auch nicht mit dem Ausfall einiger Stammspieler erklären. Jubel hingegen in Holzweißig. Das Team qualifizierte sich mit dem Triumph für die Teilnahme am Landespokal.

Holzweißig mit: Sven Wiedenhaupt, Sylvio Stas, Frank Karbaum, Mario Schneider, Udo Schneider, Michael Stäubert, René Mikolaicek, Hassan Snouk, Steffen Bienek (Thomas Schneider), René Weiske, Nico Sommerlatte

Friedersdorf mit: Steffen Fritzsche, Steffen Arndt, René Ciesielski, Heiko Binder (Stefan Lodyga), Mirko Wittig (Andreas Rasym), Matthias Wolf, Michael Radmacher, Thomas Bartlitz, Jens Schubert (Peter Seric), Raik Klopffleisch, Dalibor Janjic