Judo Judo: Träume von Realität abgelöst
Wittenberg/MZ. - Auch Torsten Altmann, der in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm Körpergewicht für den SV Grün-Weiß startete, "trompetete" ins selbe Horn. "Es war auf jeden Fall mehr drin. Natürlich ärgere ich mich, dass ich selbst einen Kampf verloren habe. Jetzt wird es eine richtig spannende Saison."
Bevor die Gastgeber auf die Matte mussten, ergatterte sich der ESV Lok Chemnitz beim 4:3-Erfolg über den VfL Riesa schon seine ersten beiden Mannschaftspunkte. Die Piesteritzer machten mit dem VfL-Ensemble ebenfalls kurzen Prozess. Ronny Taraks (60 kg) zeigte Norman Fechner beim Wurf die kalte Schulter, Thomas Gegner (73 kg) bremste den Riesaer Lutz Konrad mit einem Fußstopper aus. Teamkollege Frank Nitzel (über 100 kg) bewies anschließend, dass er am Mattenrand aufgepasst hatte und benutzte gegen Torsten Raum (VfL) denselben Trick, Olaf Rodewald (81 kg) legte Sergej Gonscharow mit einem großen Hüftwurf flach. Zwischenstand: 4:0 für den SV Grün-Weiß Piesteritz.
Torsten Altmann (66 kg) sowie Mirko Danzer (bis 100 kg) bekamen für ihre Verbeugung vor dem Kampfgericht einen Punkt zugesprochen (Gegner nicht angereist), nur Manfred Sturz (90 kg) tanzte aus der Reihe und überließ dem Riesaer Igor Klein jeglichen Spielraum für Aktivitäten. Den Schwung dieses 6:1-Erfolges nahmen die Gastgeber mit in den zweiten Fight gegen Chemnitz. Ronny Taraks (60 kg) brachte sein Team mit einem geschickten Überdreher gegen Steffen Rafeld in Führung.
In der Folgezeit legten die "sächsischen Lokomotiven" jedoch eine Schippe Kampfkraft drauf. Heiko Eberlein knallte den Piesteritzer Martin Lommert (73 kg) mit einem Innenschenkelwurf auf die Tatami, Juri Kasianov (ESV Lok) ließ Richard Kümpfel (über 100 kg) nicht mehr aus dem Schwitzkasten. Olaf Rodewald (81 kg) schaffte gegen Frank Lissner noch einmal eine Egalisierung des Ergebnisses, doch seine Teamkollegen Torsten Altmann (66 kg) und Manfred Sturz (90 kg) hatten gegen die beiden Chemnitzer Hendrik Schuster sowie Jörg Weichelt keine Chance.
Spannend verlief der letzte Fight zwischen Frank Nitzel (bis 100 kg, SV Grün-Weiß) und René Präger. Nach Ablauf der regulären Kampfzeit stand es 11:11, in der Verlängerung gelang Nitzel ein großer Außenschenkelwurf. Endstand aus Sicht der Piesteritzer: 3:4.
Fasbenders Schluss-Kommentar. "Die Niederlage in der zweiten Begegnung ist einfach ärgerlich. Aber eine Bananenschale liegt schließlich überall herum."