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Judo Judo: Partystimmung auf Tatami

Von Thomas Tominski 17.05.2004, 12:45

Wittenberg/MZ. - Bis zu diesem Zeitpunkt war die Anspannung unter Aktiven und Fans deutlich spürbar. Für die Regionalliga-Judokas des SV Grün-Weiß Piesteritz ging es um Alles oder Nichts, stoische Mienen oder das Abschreiten des Mattenrandes im Minuten-Takt untermauerten den Ernst der Situation. Im ersten Kampf setzte sich der Sportverein Halle gegen den ESV Lok Chemnitz 4:3 durch, danach standen die Grün-Weißen den Saalestädtern gegenüber.

Die Gäste erwischten einen Start nach Maß, Joseph Porrmann (bis 66 kg) sowie Robert Böleskei (bis 81 kg) sorgten für die schnelle 2:0-Führung. Den ersten Zähler für Piesteritz gewann Ronny Taraks (bis 60 kg). Gegner nicht angetreten, Kräfte gespart, Teamkollegen angefeuert. Olympia-Kader Michael Möbius (Halle) stellte zwar gegen Manfred Sturz (bis 90 kg) per Hüftwurf den alten Abstand wieder her, der Piesteritzer Oliver Pittelkow knallte jedoch anschließend Bundesliga-Fighter Janos Böleskei mit einem Konter auf die Matte. Das Duell Martin Lommert (SV Grün-Weiß, bis 73 kg) gegen Marco Dünzel musste die Entscheidung bringen, der Hallenser rettete einen kleine Wertung über die Zeit (2:4). Der abschließende Sieg von Matthias Kern (über 100 kg) über Michael Reinhardt hatte nur noch statistischen Wert.

Im zweiten Duell gegen Chemnitz ging es für die Gastgeber endgültig um den Klassenerhalt. Per kollektivem Treueschwur stimmten sich die Lutherstädter auf das Unternehmen Mannschaftssieg ein, nach den ersten beiden Duellen war noch keine Entscheidung gefallen (1:1). Danilo Fischer (bis 66 kg) schaffte die Führung, ESV-Athlet Erik Fonnier (bis 81 kg) den Ausgleich. Jetzt war die Kampfeslust der Hausherren geweckt, die Fans unterstützen ihre Lieblinge lautstark. Ronny Taraks (bis 60 kg) und Manfred Sturz (bis 90 kg) brachten ihr Team 3:1 in Front, die Spannung in der Halle erreichte den Siedepunkt. Oliver Pittelkow teilte sich gegen Robert Seidel die Kräfte geschickt ein, wartete geduldig auf seine Chance und besiegelte mit einem Innenschenkelwurf den Klassenerhalt. Frank Kreher (bis 73 kg) baute den Vorsprung sogar auf 5:1 aus. Erst der Chemnitzer Hardy Wittig stoppte die Siegesserie der Piesteritzer, Matthias Kern (bis 100 kg) wurde nach eigenem Angriff klassisch ausgekontert.

Fasbender im kurzen Saison-Rückblick: "Eigentlich hatten wir eine gute Mannschaft zusammen. Doch bei drei Turnieren konnten wir das Schwergewicht nicht besetzen, die 73-Kilogramm-Kategorie entpuppte sich als Schwachstelle. In der nächsten Saison werden diese Klassen besser besetzt."