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Handball Handball: Gegen den starken Aufsteiger ist der HC nur Außenseiter

Von THORSTEN KÖHLER 15.01.2010, 15:47

ASCHERSLEBEN/MZ. - Der VfL hat eine bemerkenswerte Entwicklung hinter sich. Die Mannschaft schaffte von der Kreisliga dreimal den Durchmarsch bis in die Regionalliga. Dabei kassierte das Team nur eine Niederlage - am letzten Spieltag in der Oberliga. Da stand jedoch der Aufstieg in die Regionalliga schon fest. Einen nicht geringen Anteil am Höhenflug hat das Trainergespann Trula Diminidis und Kirsten Willmann. Und ausgerechnet sie haben in der Winterpause bekanntgegeben, dass sie nach der Saison aufhören werden. Mit Dennis Marinkovics, Spielmacher vom Regionalligisten TSV Bremervörde, ist bereist ein Nachfolger gefunden.

Dass der VfL in der kommenden Serie weiter in der Regionalliga spielen wird, daran zweifelt wohl niemand mehr. Wie stark die Mannschaft ist, hat sie bei den Auswärtssiegen in Osterwald und Wolfsburg eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Wären da nicht die Niederlagen gegen Eintracht Hildesheim (H) und bei der HSG Hattorf / Schwiegershausen, wäre Stade sogar ein Aufstiegskandidat. So hat der Neuling drei Punkte Rückstand zum Spitzentrio.

Im letzten Spiel des Vorjahres war der BSV Magdeburg in Stade ohne Chance. Der 34:19-Sieg hätte sogar noch höher ausfallen können, wenn der Gastgeber nicht so viele hundertprozentige Chancen ausgelassen hätte. Als Stade vom 16:11 zur Pause auf 27:13 davonzog, war die Vorentscheidung gefallen. Die Abwehr ließ in den zweiten 30 Minuten nur acht Gegentore zu. Einmal mehr zeigten sich Julia Lupke, mit 110 Toren zweitbeste Werferin der Liga, und Kathrin Friedrich am treffsichersten.

In der Vorwoche scheiterte Stade in der dritten Runde des DHB-Pokal am Bundesligisten ProVital Blomberg-Lippe 17:35. Dabei hatten sich Julia Lupke und Denise Juda verletzt. Der Verdacht auf Muskelfaserriss bestätigte sich jedoch nicht, so dass beide ein leichtes Lauftraining absolvieren konnten.

Das Hinspiel verloren die Wildgänse 23:33. Schon zur Pause war beim 20:12 die Vorentscheidung gefallen. Die Gäste führten zwar 5:2 doch dann ging der Faden verloren und Stade hatte leichtes Spiel. Zudem unterliefen dem HC zu viele Fehler.

Am vergangenen Mittwoch verlor der HC ein Testspiel gegen den polnischen Erstligisten Jelenia Gora mit 32:41. Diese Partie nutzte Trainer Uwe Günther, um offensivere Deckungsvarianten zu probieren. "Dafür, dass wir das zum ersten Mal so gespielt haben, lief es teilweise schon ganz gut." Der HC habe in der ersten Hälfte auch gut mitgespielt und sich nicht aufgegeben, als er in der zweiten Halbzeit mit zehn Toren hinten lag.

Auch gegen Stade sind die Wildgänse nur Außenseiter. "Wir können frei aufspielen, wollen aber auch weiter offensiv decken", blickt Uwe Günther auf das Spiel am Sonnabend. "Zum Glück hat sich unser Lazarett wieder gelichtet. Bis auf Elisabeth Günther und Antje Ritz ist alles an Bord."

Mit der Trainingseinstellung ist Günther zufrieden. "Es macht Spaß, mit der Mannschaft zu arbeiten. Sie zieht gut mit. Ich hoffe, wir können leistungsmäßig noch einen Schritt nach vorn machen", sieht der Trainer seine neue Aufgabe.