Hallenfußball Hallenfußball: Die Favoriten setzen sich durch
ASCHERSLEBEN/MZ. - Nach den ersten zwei Vorrunden-Turnieren für die Hallenkreismeisterschaften der Männer haben sich mit dem Schönebecker SV II, FSV Wespen, dem Egelner SV Germania und dem 1. FC Aschersleben die ersten vier von acht Teams für die Endrunde, die am 3. Januar in der Bernburger Bruno-Hinz-Halle (14 Uhr) ausgetragen wird, qualifiziert. Mit dem VfB Glöthe, BSV Eickendorf mussten bereits zwei Teams aus der Salzlandliga, der höchsten Spielklasse auf Kreisebene, die Segel streichen. Neben Pokalverteidiger Lok Güsten gab es auch für die Kreisligateams von Sankt Georg Hecklingen, TSG Calbe II, Blau-Weiß Pretzien nichts zu holen.
Erstes Vorrundenturnier
In diesem ersten Turnier, das auf recht schwachem fußballerischen Niveau stand, ging es in allen zehn Partien knapp zu. Die höchsten Siege landete der Schönebecker SV II, der die Teams aus Pretzien und Eickendorf mit jeweils 3:0 abfertigte. Danach leistete sich die Schönebecker Landesliga-Reserve gegen den FSV Wespen eine 2:3-Pleite. Damit geriet der schon sicher geglaubte Turniersieg mächtig ins Wanken. Da aber auch der ärgste Konkurrent FSV Wespen nicht über seinen Schatten springen konnte und gegen Blau-Weiß Pretzien und Calbe II patzte, konnten die Schönebecker ihren ersten Turnierplatz dann doch noch sicher ins Ziel retten. Mit viel Glück und Geschick rettete sich der FSV Wespen als Tabellenzweiter ins Ziel. Während sich der BSV Eickendorf und Blau-Weiß Pretzien knapp geschlagen geben mussten und die zum Greifen nahe Endrunde verpassten, enttäuschte die sieglose TSG Calbe II auf der ganzen Linie.
Vor einer recht ordentlichen Zuschauerkulisse und wesentlich ansehnlicherer Fußballkost als im ersten Turnier, ging diese Auflage in der Ascherslebener Sporthalle am Ascaneum über die Bühne.
Zweites Vorrundenturnier
Schon im ersten Spiel machte der Club aus Aschersleben gegen den VfB Glöthe Nägel mit Köpfen. Auch wenn der VfB durch das erste Turniertor durch Ronny Koch in Führung ging, der Club ließ sich nicht schocken und kam noch zu einem 3:2-Sieg. Nachdem sich Sankt Georg Hecklingen gegen Titelverteidiger Lok Güsten mit 2:3 geschlagen geben musste, stand das mit Spannung erwartete Duell zwischen den Egelner Germanen und dem 1. FC Aschersleben auf dem Programm. In dieser temposcharfen Partie gingen beide Kontrahenten zwar mit Haken und Ösen, aber stets ritterlich fair richtig zur Sache. Eine zweimalige Club-Führung glichen die Germanen fast mit der Schlusssirene zum nicht unverdienten 2:2-Endstand aus. Nach dieser Punkteteilung zogen sowohl der Club wie auch die Germanen mit zum Teil recht deutlichen Siegen weiter ihre Kreise. So fertigten die Egelner den Titelverteidiger Lok Güsten mit 6:1 ab. Nachdem Güsten in Führung gehen konnte, legten die Germanen erst richtig los. Tobias Liste, Stefan König (2), Martin Ruge und Nachwuchstalent Johannes Hartl (2) trafen aus allen Lagen. Der 1. FC Aschersleben machte es gegen Sankt Hecklingen noch einmal spannend. Nach einer sicheren 3:0-Führung durch Robert Ebers (2) und Enrico Hoyer kam plötzlich Hecklingen auf. Nach den Anschlusstreffern durch Sebastian Greye und Jens Binnebößel wurde es hektisch. Negativer Höhepunkt war die Rote Karte für den Hecklinger Torhüter Sebastian Koch. Erst als Marco Grabowski mit einem satten Distanzschuss zum 4:2 traf, war der Club-Sieg unter Dach und Fach. Der Hecklinger Anschlusstreffer zum 4:3-Endstand war nur noch Resultatskosmetik. Nachdem Güsten gegen Glöthe mit 3:2 die Oberhand behielt, konnte sich der Titelverteidiger plötzlich auch noch Chancen auf einen der ersten zwei Turnierplätze ausrechnen. Aber spätestens nach dem deutlichen 6:2-Sieg der Egelner gegen Hecklingen war klar, dass der 1. FC Aschersleben und auch Egeln den Sprung in die Endrunde geschafft hatten. In den letzten beiden Turnierpartien ging es nur noch darum, wer von diesen beiden Erster und wer Zweiter werden würde. Der Club legte gegen Lok Güsten einen 4:1-Sieg vor. Die Treffer erzielten der an diesem Tag sehr gut aufgelegte Nachwuchsspieler Robert Ebers (2), Rico Erdmenger und Enrico Hoyer. Den Güstener Ehrentreffer besorgte Stefan Richter. Im Schlussspiel zwischen den Egelner Germanen und dem VfB Glöthe sollte es zum torreichsten Turnierspiel kommen. Da beide mit offenem Visier zu Werke gingen, sollten auch viele Tore fallen. Am Ende hatten die Egelner mit 7:4 die Nase vorn. Damit sicherten sich die Egelner dank des besseren Torkontos den Turniersieg vor dem 1. FC Aschersleben.
Zeitstrafen gab es für Marco Grabowski (1. FCA), Sebastian Greye, Thomas Hauschild (beide Hecklingen), Stefan König und Steffen Brauer (beide Egeln).