Fußball Fußball: Teams der Region hoffen wieder auf eine Sensation
DESSAU-ROSSLAU/MZ. - DESSAU-ROSSLAU / MZ- Christoph Stackmann und René Lang, die beiden Kochstedter Trainer, haben das Motto schon ausgegeben. "Dabei sein ist alles." Doch wenn am Sonnabend, 8.30 Uhr, der erste Anpfiff für den Allianz-Pietrek-Cup erfolgt, haben die TuS-Akteure um Kapitän Niclas Schneider natürlich nur ein Ziel: die Zwischenrunde des bestbesetzten E-Jugend-Fußballturniers in ganz Deutschland.
Besonderes Kräftemessen
Jahr für Jahr steigt in der Anhalt-Arena ein ganz besonderes Kräftemessen: Teams aus der Region fordern die nationale und internationale Konkurrenz. Manchmal sind das ungleiche Duelle. Die Nachwuchs-Abteilungen der Fußball-Bundesligisten haben auch schon in der E-Jugend die Besten der Besten im Kader. Manchmal aber liegen Sensationen in der Luft.
TuS Kochstedt hofft darauf. Der Gruppe 1 mit Slavia Prag, 1. FC Nürnberg, Borussia Mönchengladbach, Hannover 96 und Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz zugelost, muss der F-Jugend-Kreismeister zwei Teams hinter sich lassen, um das Achtelfinale zu erreichen. "Unsere Jungs werden ihr Bestes geben und vielleicht mit etwas Glück das eine oder andere Spiel für sich positiv gestalten", hofft der Kochstedter Jens Landgraf. "Im Fußball ist alles möglich."
Für die Organisatoren ist der Allianz-Pietrek-Cup Routine. Das ist kein Wunder bei der mittlerweile 15. Auflage. Weniger Arbeit bedeutet diese Routine aber nicht. "Der organisatorische Aufwand ist vergleichbar mit zwei Länderspielen", sagt Ralph Hirsch, der Dessau-Roßlauer Sportchef. Bei 24 Mannschaften, die teilnehmen, braucht es mehr als einen Ansprechpartner, müssen An- und Abfahrt und die Unterbringung koordiniert werden, gibt es dutzende kleine Probleme, die zu lösen sind. "Das Turnier ist ein Kraftakt." Aber einer, der sich lohnt. "Das Turnier hat deutschlandweit einen Stellenwert, der bewahrt werden muss." Und für die jungen Spieler aus der Region ist der Allianz-Pietrek-Cup der Höhepunkt der Saison.
Austria Wien macht den Anfang
Am Freitag gegen 13 Uhr reist die erste Mannschaft an. Austria Wien landet per Flieger in Berlin-Tegel. 19 Eltern begleiten Mannschaft und Trainer. Das Turnier ist längst auch ein Wirtschaftsfaktor. Zwar werden 160 Kinder bei 80 Gastfamilien untergebracht. "Die letzten Zusagen haben wir am Dienstag erhalten", freut sich Hirsch über die Hilfsbereitschaft der Dessauer und Roßlauer Fußball-Eltern. "Die macht ein solches Turnier erst möglich."
Viel wichtiger aber sind die vielen Eltern, die ihre Schützlinge traditionell begleiten, in Dessau übernachten, Essen gehen und einkaufen, um dann in der Anhalt-Arena auch noch für eine große wie stimmungsvolle Kulisse sorgen.
Als Titelverteidiger geht der VfB Stuttgart an den Start. "Hoffentlich sind die Kinder besser in Form, als ihre großen Vorbilder", schmunzelt Hirsch. Die erlebten am Dienstag ein 1:5-Debakel gegen Bayern München. Zur Revanche kann es in Dessau aber frühestens im Achtelfinale kommen.