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Fußball Fußball: Liga-Favorit setzt die erste «Duftmarke»

30.08.2009, 17:35

WITTENBERG/MZ. - VfB Gräfenhainichen SV Rot-Weiß Kemberg 1:3

Die 645 zahlenden Zuschauer im Sportforum Gräfenhainichen bekamen ein rassiges, aber trotz fünf gelber und zwei gelb-roter Karten nie unfaires Spitzenspiel geboten. René Christoph (58., VfB) sowie Matthias Liebmann (90.) erlebten den Schlusspfiff von Peter Schilka (Dessau-Roßlau) nur als Zuschauer. Der VfB war dem großen Staffelfavoriten jederzeit ebenbürtig. Daniel Richter schloss ein tolles Solo zum 1:0 ab (33.). Kurz vor (42.) und nach dem Wechsel (48.) drehte die Andrusak-Truppe den Spieß herum. Martin Olejnik traf aus dem Gewühl heraus, Pavel Sedlacek per Flugkopfball. Für die endgültige Entscheidung sorgte Nico Geißler (75.), der einen Distanzschuss versenkte. VfB-Coach Wolfgang Goral bewertete den Sieg des Gegners als "völlig verdient", aber um einen Treffer zu hoch, für Kollegen Jiri Andrusak zählten im Endeffekt nur die drei Punkte auf dem Weg in Richtung Landesliga.

FC Grün-Weiß Piesteritz II Graf Zeppelin Abtsdorf 3:0

Die Grün-Weißen wurden gegen Abtsdorf ihrer Favoritenrolle voll gerecht. Nach tollem Solo von Stefan Neuberg erzielte Maik Trollmann (19.) die frühe Führung. In der Folgezeit blieben die Hüller-Schützlinge am Drücker. Michael Müller (24., 28.) scheiterte zunächst im Doppelpack an Zeppelin-Keeper René Wiesegart, kurz darauf entschied der Stürmer das Duell gegen den Torwart zu seinen Gunsten (36.). Nach dem Wechsel verflachte die Begegnung etwas. Der einzig nennenswerte Höhepunkt war das 3:0 von Christian Winterstein aus dem Gewühl heraus (77.). Grün-Weiß-Mannschaftsleiter Burkhard Müller: "Der Sieg war jederzeit verdient, auch wenn wir nach dem Wechsel ein wenig nachgelassen haben."

SG 1948 Reppichau SV Blau-Rot Pratau 1:2

Reppichau ging bereits in der fünften Minute durch Nico Deistler in Führung. Aufsteiger Pratau war spielerisch zwar nicht gleichwertig, hatte danach aber die besseren Gelegenheiten. Nach der Pause gelang Stefan Hinkelmann (59.) der Ausgleich. Nun ergaben sich Chancen auf beiden Seiten. Eine davon nutzte Blau-Rot-Angreifer Mario Hörnig zum Endstand (88.).

SV Einheit Wittenberg Hellas 09 Oranienbaum 0:2

Die Wittenberger konnten nicht an die gute Leistung der Vorwoche (0:0 gegen Piesteritz II) anknüpfen. Oranienbaum tat nur das Nötigste und bestrafte zwei Fehler in der Defensive der Platzherren. So entwickelte sich ein mäßiges Match mit wenigen Höhepunkten. Der Wittenberger Richard Held (8.) und auf der Gegenseite René Schwarzer (12.) besorgten die ersten Achtungszeichen. Mit einem energischen Solo setzte Benny Woitha den entscheidenden Akzent zur Gästeführung. Seine Eingabe brachten die Gastgeber nicht aus der Gefahrenzone, Marcel Weber staubte zum 1:0 ab (27.). Jetzt wurde die Partie ein wenig interessanter. Denn der Rückstand stachelte Einheit an, mehr für die Offensive zu tun. Innerhalb von sieben Minuten (31. bis 38.) gab es vier Möglichkeiten. Aber weder Ron Maffert noch Richard Held oder Kaj Schumann konnten die sich bietenden Chancen nutzen. Die Gäste zeigten im Gegenzug mehr Effektivität. Mit der dritten Möglichkeit erzielten sie den zweiten Treffer. Verantwortlich dafür war Dirk Kruzius (39.). Wer nun dachte, die Wittenberger würden sich im zweiten Abschnitt per Sturmlauf gegen die drohende Niederlage stemmen, sah sich getäuscht. Die Hellenen ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und verwalteten das Resultat ohne große Mühe.

SV Grün-Weiß Annaburg Vorwärts Dessau 2:1

Die Heidestädter konnten endlich ihre ersehnten drei Punkte einfahren. Die Annaburger Trainer Bernd Müller und Uwe Rohlik mussten aber zu Beginn der Partie einige Positionen aus verschiedenen Gründen neu besetzen. In der 14. Minute standen die Grün-Weißen kurz vor dem 1:0. Max Klöpping traf jedoch nur den Außenpfosten. Teamkollege Marcel Schnabel vergab wenig später sogar einen Elfmeter. Auf der Gegenseite "lochte" Eike Strokosch (40.) völlig überraschend zur Dessauer Führung ein. Wachgerüttelt von diesem Negativerlebnis erzielte Marcus Kalich (44.) per Kopfball Ausgleich und Pausenstand. Nach dem Wechsel wurde die Partie härter, der Schiedsrichter verteilte vier gelbe Karten. Bis zur 90. Minute passierte nichts Nennenswertes. Freistoß von Kevin Hujer, Marcel Schnabel erzielte den Siegtreffer. Nach sechs Minuten Nachspielzeit hatte Schiri Gommert dann ein Einsehen und pfiff die Partie ab.

SG Blau-Weiß Klieken SV Gölzau 19240:0

Das Ziel von Kliekens Trainer Peter Fischer, "zu Null" zu spielen, wurde erreicht. Doch der eine Punkt, gemessen an den Chancenvorteilen, war am Ende für die Blau-Weißen zu wenig. Die Gäste begannen stark und bestimmten zunächst die Partie. Als sich die Blau-Weißen richtig geordnet hatten, erzielten sie im Feldspiel Gleichwertigkeit. Sascha Rathmann verfehlte mit seinen Distanzschüssen ganz knapp das Gölzauer Tor (23., 27.). Die Blau-Weißen blieben am Drücker und hatten in der 38. Minute die große Chance, in Führung zu gehen. Florian Fischers Schuss wurde im letzten Moment von der Linie geschlagen. Auch in Durchgang zwei zeigten die Gastgeber eine beherzte Leistung. Einstellung und Laufbereitschaft stimmten, nur vor dem Tor fehlte die letzte Konsequenz. Der Kopfball von Sascha Rathmann (68.) und der Schuss von Benny Fischer (74.) verfehlten nur um Zentimeter den gegnerischen Kasten.

SG 1919 Trebitz Germania Köthen 1:5

Das Ergebnis spiegelt zwar nicht exakt den gesamten Spielverlauf wider, doch am Ende ging Köthen als verdienter Sieger vom Platz. Die Spielweise der Gäste lag den Trebitzern überhaupt nicht. Aus einer sicheren Abwehr heraus startete die Germania blitzsaubere Konter. Lars Geffert gelang so das frühe 1:0 (16.). SG-Angreifer Fabrice Janowski erzielte in der 32. Minute den verdienten Ausgleich. In der zweiten Hälfte versuchte Trebitz, das Match für sich zu entscheiden. Doch die meist kopflos vorgetragenen Angriffe endeten in der sicheren Köthener Abwehr. Die Germania praktizierte anschließend ein Umkehrspiel von allererster Güte. Thomas Mann (55.), Lars Geffert (59.), Patrick Bädelt (72.) und Matthias Mann (81.) sorgten für klare Fronten.