Fußball Fußball: Bespielbar oder nicht, ist die Frage
KLIEKEN/MZ/THR. - Daran wollten die Reppichauer jedoch nicht glauben. Nach vielen Tagen ohne Regen war in der gesamten Region nur der Kliekener Platz nicht bespielbar? Dem Vorstand des Kreisoberliga-Aufsteigers war dies suspekt. Er fuhr nach Klieken und verschaffte sich vor Ort einen Eindruck. "Die Bedingungen waren für diese Jahreszeit optimal", so SG-Präsident Hubert Bösener, "der Platz war in einem sehr guten Zustand." Der Reppichauer Tross machte sogar Fotos von der Anlage, die jetzt im Forum des Fußball-Kreisfachverbandes Anhalt-Bitterfeld auftauchten.
Michael Iwert, Kliekens Fußball-Abteilungsleiter, widersprach dieser Ansicht. "Der Platz war nicht bespielbar, und der Eigentümer, die Stadt Coswig, hat den Spielbetrieb untersagt." Diese Entscheidung wurde dem Staffelleiter der Landesklasse 5, Dietmar Bebber, schriftlich mitgeteilt. "Formell ist an der Spielabsage durch den Platzeigentümer nicht zu rütteln", so Bebber. Aus welchen Gründen der Eigentümer eines Platzes die Anlage für den Spielbetrieb sperrt, sei dabei zweitrangig. Als Staffelleiter seien ihm im Zweifelsfall die Hände gebunden.
In Reppichau vermutet man, dass das Spiel nicht wegen des Wetters abgesagt wurde, sondern, weil Klieken auf einige Leistungsträger hätte verzichten müssen. "Wir haben ihnen angeboten, das Heimspielrecht zu tauschen und in der Hinrunde bei uns zu spielen", erklärte Bösener. Dieser Vorschlag wurde von Kliekener Seite abgelehnt. Für Staffelleiter Bebber kein Grund, den Kliekenern etwas zu unterstellen. "Ein Wechsel des Heimspielrechts wäre so kurzfristig nicht möglich gewesen", sagte Dietmar Bebber auf Nachfrage der MZ. Darüber hinaus bat er die Reppichauer, vorsichtig im Umgang mit Unterstellungen zu sein. Das Spiel ist derzeit für den 12. Dezember (13 Uhr) neu angesetzt. Staffelleiter Bebber hielt es am Freitag für möglich, dass das Heimspielrecht dann getauscht werden könnte, wenn der Platz in Klieken erneut unbespielbar sein sollte.