Fußball Fußball: Absicherung im Doppelpack
Wittenberg/MZ. -
FC Grün-Weiß Piesteritz - FC Grün-Weiß Wolfen
Es gibt Spiele, die haben sich auf der Beliebtheits-Skala des Piesteritzer Trainers Dietmar Hüller einen festen Stammplatz im Vorderfeld erobert. Das Match gegen den FC Grün-Weiß Wolfen gehört seit Jahren dazu. Zur Erinnerung: In der Saison 2001 / 02 fertigten die Grün-Weißen im Volkspark den damaligen Titelaspiranten 3:0 ab, die Piesteritzer Fans bezeichnen diese Begegnung noch heute als Galavorstellung ihrer Lieblinge. Hüller versucht den Effekt psychologisch zu nutzen. "Genau an diesen Glanzpunkt werde ich meine Schützlinge vor dem Anpfiff erinnern. Die Partie war wirklich das Nonplusultra in meiner Laufbahn als Verbandsliga-Coach."
Bodo Grauss, Ronny Loos (beide Leistenzerrung) sowie der Langzeitverletzte Heiko Wiesegart stehen dem Übungsleiter am Sonnabend ab 14 Uhr nicht zur Verfügung. Taktische Finesse: Der erfahrene Karsten Cornelius organisiert zusammen mit Libero Olaf Buhle Abwehr plus defensives Mittelfeld. "Gegen Wolfen brauchen wir dringend eine stabile Deckung. Außerdem besitzen wir so mehr Handlungsspielraum in puncto Offensive."
Die Gäste rangieren zurzeit mit 32 Zählern auf dem vierten Platz und haben im bisherigen Saisonverlauf 14 Punkte auf fremdem Terrain erkämpft. Bekannteste Akteure beim Namensvetter aus Wolfen sind Sandro Michalak, Rastivlav Hodul, Ryan O'Neill sowie Spielmacher Adam Skumawitz. In der Hinrunde setzten sich die Filmstädter vor heimischer Kulisse 3:0 durch. Hüller nüchtern: "Damals haben sie uns bei Standard-Situationen ganz schön vorgeführt. Doch am Sonnabend wollen wir alle drei Zähler im Volkspark behalten."
Die Marschroute: sichere Abwehr, schnelle Konter, konsequentes Ausnutzen der wenigen Torchancen. Als Regisseur fungiert erneut Stefan Neuberg. "Er hat in Halberstadt auf dieser Position eine gute Leistung gezeigt. Nach dem Abschied von Wladimir Khoma hat sich im Volkspark jedoch nie wieder ein richtiger Spielmacher herauskristallisiert."
Eintracht Elster - FSV Nienburg
Der Elsteraner Coach Hans-Jürgen Fuß muss am Sonnabend auf Thomas Meier (Gelbsperre), Christian Aschenberner (Arbeit) sowie den verletzten Bastian Dammenhayn verzichten. Trotz dieses Mankos lässt er im Vorfeld keine Ausreden gelten. "Der restliche Kader ist groß genug, um einen zweiten Sieg gegen Nienburg zu schaffen. Außerdem ist die körperliche Verfassung meiner Schützlinge so gut, dass die Bodenverhältnisse kein Hindernis für uns darstellen."
SG Trebitz - ESV Lok Dessau
Trebitz ist immer noch im Besitz der roten Laterne und trifft am Sonnabend zum Rückrunden-Auftakt auf eines der abwehrstärksten Teams der Klasse. Fest steht: Die Gastgeber benötigen dringend jeden Zähler, um den Kontakt zu den davor platzierten Mannschaften nicht endgültig zu verlieren.
FC Anhalt Dessau II - Grün-Weiß Annaburg>
Die Gäste trennt nur das bessere Torverhältnis vom Sturz in den Tabellenkeller, Dessau würde selbst bei einer Niederlage Rang eins nicht verlieren.
Vorfläming Nedlitz Allemannia Jessen
Jessen (8.) knöpfte überraschend Spitzenreiter Anhalt Dessau II in der Vorwoche einen Zähler ab (2:2) und will diesen Schwung bestimmt auch mit nach Nedlitz nehmen. Die Gastgeber sind Zwölfter, gelten jedoch als sehr heimstark.
Blau-Weiß Prettin TSV Mosigkau
Die treffsicheren Mosigkauer (56 Tore) haben den Staffelsieg noch nicht aus den Augen verloren und werden in Prettin (9.) voll auf Angriff spielen.
VfB Zahna - ABUS Dessau
Abstiegskampf pur steht in Zahna (Vierzehnter gegen Fünfzehnter) auf der Tagesordnung. Für beide Mannschaften zählt nur ein Erfolg, der Gewinner wird den Tabellenkeller zumindest für eine Woche verlassen (alle Spiele Samstag, 14 Uhr).
FC Grün-Weiß Piesteritz II - Hellas Oranienbaum
Beide Teams gehören zu den spielstarken Mannschaften der Klasse, in der Hinrunde gingen die Piesteritzer als Gewinner vom Rasen. Übrigens: Oranienbaum gehört zum Spitzen-Quartett der Staffel (4.), die Volkspark-Elf ist der Unentschieden-Spezialist der Liga (Samstag, 12 Uhr).
SV Dessau 05 II - Rot-Weiß Kemberg
Auch Kemberg als Tabellendritter hat den Staffelsieg noch im Blickfeld und muss diese Partie unbedingt gewinnen. Dessau hat sich in den letzten Wochen von der Gefahrenzone verabschiedet und ist inzwischen Elfter (Samstag, 11 Uhr).