Flug 4U9525 Flug 4U9525: Die Germanwings-Katastrophe und was danach geschah

Berlin - Am 24. März 2015 zerschellte ein Airbus der Lufthansa-Tochter Germanwings auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf in den französischen Alpen. Was danach geschah...
26. März 2015: Die Auswertung des Stimmenrekorders nährt den Verdacht, dass der Co-Pilot Andreas Lubitz den Airbus mit Absicht in die Katastrophe steuerte.
30. März 2015: Es wird offiziell mitgeteilt, dass der Co-Pilot vor Jahren als suizidgefährdet eingestuft wurde und sich in Psychotherapie befand.
17. April 2015: Bei einer Trauerfeier mit rund 1400 Gästen im Kölner Dom gedenken Angehörige und Staatsspitze der Opfer.
6. Mai 2015: Laut Zwischenbericht der französischen Flugsicherheitsbehörde hatte der Co-Pilot ein erkennbares Ziel: „das Flugzeug auf den Boden stürzen zu lassen”.
11. Juni 2015: Der Co-Pilot war nach Angaben der französischen Staatsanwaltschaft fluguntauglich. Zu diesem Urteil seien mehrere Ärzte gekommen.
18. Juni 2015: Die Staatsanwaltschaft in Marseille leitet ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung ein. Es soll auch eine mögliche Verantwortung von Germanwings und der Konzernmutter Lufthansa geklärt werden.
24. Juli 2015: Hunderte Hinterbliebene der Katastrophe trauern im Bergdorf Le Vernet nahe der Absturzstelle.
17. Februar 2016: Nach eigenen Angaben haben Lufthansa und Germanwings bisher 11,2 Millionen Euro an Vorschusszahlungen und Schmerzensgeld an die Angehörigen der Absturzopfer gezahlt.
13. März 2016: Als Konsequenz aus der Katastrophe fordert die französische Untersuchungsbehörde BEA in ihrem Abschlussbericht routinemäßige Überprüfungen bei Ausfällen von Piloten. Außerdem verlangt die Behörde klare internationale Regeln zur Schweigepflicht von Ärzten.
13. April 2016: Hinterbliebene reichen in den USA Klage gegen eine Flugschule ein, an der der Co-Pilot ausgebildet wurde.
14. April 2016: Der Bundestag beschließt strengere Kontrollen. Airlines sollen künftig untersuchen, ob ein Pilot bei Dienstantritt unter dem Einfluss von Alkohol oder Medikamenten steht.
9. Januar 2017: Laut Staatsanwaltschaft wurden die Ermittlungen deutscher Behörden eingestellt. Der Co-Pilot trägt demnach die Alleinschuld.
20. März 2017: Die Familie des Co-Piloten Andreas Lubitz meldet sich zu Wort. In der Einladung zu einer Pressekonferenz in Berlin bezweifelt Lubitz' Vater die „Annahme des dauerdepressiven Co-Piloten, der vorsätzlich und geplant in suizidaler Absicht das Flugzeug in den Berg gesteuert haben soll”. (dpa)