DuMont Journalistenpreis DuMont Journalistenpreis: Auszeichnung für die Panoramabilder
KÖLN/MZ. - 268 Einsendungen, am Ende elf prämierte Arbeiten - der erstmals für die Redaktionen des Verlags M. DuMont Schauberg ausgeschriebene DuMont Journalistenpreis fand ein bemerkenswertes Echo. "Die Zahl der Einsendungen war viel höher, als ich erwartet habe", sagte Verleger Alfred Neven DuMont bei der Preisverleihung in Köln. Die qualifizierten Beiträge zeigten, dass das Unternehmen zukunftsträchtig sei - "vor allem, weil unter den Preisträgern auffallend viele junge Journalisten sind."
Für den DuMont Journalistenpreis konnten sich Journalisten des gesamten Verlags bewerben, zu dem neben dem "Kölner Stadt-Anzeiger" und dem Kölner "Express" auch die "Mitteldeutsche Zeitung", seit 2006 die "Frankfurter Rundschau" und seit 2009 der Berliner Verlag ("Berliner Zeitung", "Berliner Kurier", "Hamburger Morgenpost") gehören. "Durch Initiativen wie den Journalistenpreis wird deutlich, dass wir ein Haus sind", betonte Alfred Neven DuMont.
Claus Larass, Jury-Mitglied und ehemaliger Aufsichtsrat des Verlags M. DuMont Schauberg, bekannte angesichts der Qualität der Einreichungen, dass die Auswahl schwer gefallen sei - nicht nur in der Kategorie "Besondere schreiberische Leistungen". Ausgezeichnet in dieser Kategorie wurde Maxim Leo ("Berliner Zeitung") für seinen Text "Das nächste große Ding" über Investitionsprojekte in Brandenburg. "Ein besonderes Stück", so Larras in seiner Laudatio. Ebenso begeistert zeigte sich Larras von dem ausgezeichneten Text von Andreas Lorenz ("Berliner Kurier") über den Tod des Basketball-Stars Manute Bol. Die dritte Ehrung in der Kategorie eins ging an ein Interview, das Martin Scholz ("Frankfurter Rundschau") mit dem Rolling-Stones-Gitarristen Keith Richards geführt hatte. In einer zweiten Kategorie wurden "herausragende lokale Geschichten" ausgezeichnet - darunter "Köln wählt", eine Aktion des "Express". Die Serie vermittele "auf kurzweilige und originelle Art Köln- und Heimatgefühl", sagte Laudatorin Isabella Neven DuMont, Mitglied des Vorstands.
Stephanie Lamprecht von der Hamburger Morgenpost sei, so die Laudatorin, vor allem durch ihre "Recherche und Beharrlichkeit" aufgefallen. Lamprecht hatte einen Skandal um den Hamburger Präsidenten der Bürgerschaft aufgedeckt, der bei Schnee und Eis dafür sorgte, dass exklusiv in seiner Straße geräumt wurde. Aufgrund der Berichterstattung musste der Politiker schließlich zurücktreten. Als "beispielhaft für die Darstellung eines Sachverhalts" lobte Isabella Neven DuMont den Text von Tim Stinauer ("Kölner Stadt-Anzeiger") zu einem Sanierungsskandal. In der dritten Kategorie zeichnete der Verlag innovative Internet-Formate oder besondere Foto- oder Filmarbeit aus.
"Heimatpflege im besten Wortsinn", nannte Franz Sommerfeld, Vorstandsmitglied der MDS-Mediengruppe, das "Sachsen-Anhalt-Wiki" der "Mitteldeutschen Zeitung" - eine von Theresa Henning und Stefan Schwarz betreute Datenbank mit regionalen Informationen. Einen neuen Blick auf die Heimat ermöglichen auch die Panoramabilder, die Frauke Holz, Gitte Kießling und Steffi Schramm für die MZ entwickelt haben. Einen Video-Adventskalender hat das Internet-TV-Team des "Kölner Stadt-Anzeiger" erfunden. Mit einem Spezialpreis wurden die iPad-Auftritte des "Kölner Stadt-Anzeiger" und der "Frankfurter Rundschau" ausgezeichnet. "Hier wurde Pionierarbeit geleistet, die zeigt, über welche Innovationskraft der Verlag verfügt", so Sommerfeld.