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Bundesliga-Kegeln Bundesliga-Kegeln: Elch Oskar war zufrieden

Von Wolfgang Grahl 14.12.2003, 17:14

Möhlau/MZ. - "Nun aber haben wir genau wie Helmbrechts 12:12 Punkte und sind in diesem Zwölferfeld ein Stück von den drei Abstiegsplätzen weggerückt", bilanzierte Pobbig - und die wieder zahlreichen Fans und Sponsoren waren gleichfalls bester Stimmung. Da blieb dem rührigen Übungsleiter nur, allen ein "großes Dankeschön" für die Unterstützung jedweder Art zu sagen. Bei den Gästen war nicht die ungarische Nationalspielerin Erika Vecseri (438 Holz) und nach der Vorrunde viertbeste Keglerin der Bundesliga das As, sondern Ursula Föhr (457), die im Schlussgang am bis dahin schon deutlichen Rückstand aber auch nichts mehr ändern konnte.

Neben ihr spielte die älteste und erfolgreichste Möhlauerin Marina Lange souverän ("solide Leistung", Pobbig) und kegelte sich mit gleich etlichen "Neunen" und starken "Abräumern" zur Tagesbesten (481). Da schien sogar Maskotchen Elch Oskar zu grinsen, während die gleichfalls nicht träge Fangemeinde skandierte: "Rumpeldiepumpel und weg sind die Kumpel."

Begonnen hatten am Sonntagnachmittag Anett Schmidt (422) und Geburtstagskind Simone Socko (467), die schon mal für so was wie eine Vorentscheidung gesorgt hatte. Dann wechselten die Gäste nach dem 50. Wurf von Karin Kremer (nur 178 Punkte), aber Kathrin Hempel stockte bloß 170 Punkte drauf, so dass zusammen lediglich 348 Zähler zustande kamen.

Anders die Gastgeber. Die erst 18-jährige sächsisch-anhaltische Auswahlspielerin Nicole Lange schaffte unbeeindruckt 449 Holz ("stark für ihr Alter", Pobbig) und Partnerin Astrid Kämpfe durfte sich dank der besten Abräumer-Leistung (162) über insgesamt 461 Leistungspunkte freuen. Dagegen blieb die nach der ersten Halbserie auf Rang 13 geführte Beate Fritzmann (433) diesmal relativ blass. Das konnte man von ihrer Mannschaftskollegin Ursula Föhr - vor allem stark beim Spiel "in die Vollen" (316) - nicht sagen: Lange erreichte nur vier Zähler mehr. Der SV tat was für seine "Trefferbilanz".

Mit insgesamt 28403 Punkten - das sind im Schnitt 2582 pro Spiel - lagen die Damen im Gegensatz zu den Punkten (10:12) am Tabellenende. Da hörten sich die diesmal erkegelten 2710 Zähler - nur 32 von der eigenen Bahnbestleistung entfernt - wirklich gut an. Helmbrechts Übungsleiter verwies entschuldigend auf die "Bahneigenarten hier in Möhlau". Da ist natürlich was dran, weiß auch Pobbig. Und deshalb müsse man eben diesen Vorteil nutzen. Bis zum 30. Juni 2005 ist die Anlage genehmigt.