Badminton Badminton: Lok-Frauen aus Weißenfels schmettern Ball bis ins Finale
ZEITZ/MZ. - "Die Magdeburger bestimmten klar das Turniergeschehen", schätzte nach den Herren-Doppeln der Vereinsvorsitzende des gastgebenden Badminton-Sportvereins Bernd Potuzak sachlich ein.
Die Landeshauptstädter spielten in den Berufsbildenden Schulen in Zeitz überragendes Badminton, waren prächtig miteinander abgestimmt. Martin Lorenz / Steffen Heuer vom Verein HSV Medizin Magdeburg besiegten im internen Finale ihre Vereinskameraden Ralf Zimmermann / Detlef Ribbentrop und sicherten sich beim siebenten Elsterstädter-Pokalwettkampf die Trophäe in dieser Disziplin. In der Halle traten 48 Spieler an, um die Federbälle über die Spielfelder, es waren fünf an der Zahl, zu befördern. Auch das Damendoppel fand eine ausgezeichnete Beteiligung. Anschließend wurden noch die Mixwettbewerbe ausgetragen. Die Zeitzer Vertretungen konnten sich diesmal nicht auf den Podestplätzen präsentieren. Das Niveau war gut, wenn auch neben Wettkampfspielern einige Freizeitakteure ihre Visitenkarte bei diesem gut organisierten Turnier abgaben. Im Mix spielte die neunjährige Leonie mit ihrem Vater Kai-Uwe Eule für den BSV Zeitz. "Wir haben für unsere Tochter eine Sportart gesucht und sind beim Badmintonverein Zeitz vor einem halben Jahr fündig geworden. Und ich habe gleich Feuer gefangen und bin jetzt beim Badminton dabei", erzählte der 33-Jährige lächelnd.
Beiden machte das Spiel mit dem kleinen Federball sichtlich Spaß und die Platzierung spielte dabei keine so große Rolle. Das sah schon bei Bernd Potuzak anders aus. Der Vereinsvorsitzende konnte schon oft um die vorderen Plätze mitspielen. Diesmal war das nicht der Fall. "Entweder wir haben zu schlecht gespielt, oder die Gegner sind einfach besser", stellte sich Potuzak die Frage.
Für Hans-Peter Thrum war das Turnier ein Comeback. Im Vorjahr saß der heute 53-jährige noch als Zuschauer auf der Tribüne. "Da hat es beim Zuschauen wieder in den Fingern gekribbelt und deshalb bin ich nach 25-jähriger Unterbrechung zum Badminton zurückgekehrt", erzählte der Wiedereinsteiger. Früher spielte er bei Stahl Rasberg in der Bezirksliga als Nummer eins. Sein Können konnten die Anwesenden durchaus erkennen, aber er meint: "Man merkt schon, dass man älter geworden ist. Bälle, die man früher leicht bekommen hat, sind heutzutage schon ein Problem." Rang neun sprang für den Zeitzer mit Michael Oettel vom SV Hohenmölsen heraus. Beim Doppel-K.o.-System hatte diese Kombination auch das Pech, gleich auf die starken Magdeburger zu treffen, wo eine 0:2-Satzniederlage nicht zu verhindern war. Im Damen-Doppel spielten die Zeitzer Geschwister, die 20-jährige Susann Thieme und die um zwei Jahre jüngere Carolin, ein gutes Turnier und kamen auf Platz fünf. Die wertvollste Leistung aus Sicht des Burgenlandkreises erspielten sich Sandra Hantsch und Kerstin Nürnberger, die im Doppel Rang zwei erreichten.
Im Mix verpassten Bernd Potuzak und Carolin Thieme mit Rang vier knapp einen Medaillenplatz. Potuzak zeigte sich am Ende mit dem gesamten Turnierverlauf zufrieden. Er erzählte: "Die Gegnerschaft war diesmal weitaus stärker als die Jahre zuvor. Wichtig war, dass es unseren Gästen gefallen hat. Alle wollen im nächsten Jahr zum achten Turnier wiederkommen."