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2. Handball-Bundesliga 2. Handball-Bundesliga: Liesegang hofft auf die Abwehr

Von Tobias Munke 02.03.2007, 18:55

Bernburg/MZ. - Oder müssen die treuen Zuschauer mit einer weiteren Enttäuschung nach der nicht eingeplanten 24:28-Niederlage bei Zweitliga-Schlusslicht HSG Augustdorf / Hövelhof leben?

Diese Frage wird am Sonnabend um 16.30 Uhr beantwortet, wenn die Schwarz-Gelben die TSV Hannover-Burgdorf in der Hinzhalle empfangen. Im Hinspiel hatten die Schützlinge von Spielertrainer Sven Liesegang für eine faustdicke Überraschung gesorgt und den derzeitigen Tabellenvierten mit 30:27 (16:10) bezwungen. Damals stand der SV Anhalt besonders in der Deckung sehr stabil und hatte mit Jan Resimius einen überragenden Keeper als Rückhalt im Tor.

"An diese Abwehrleistung müssen wir anknüpfen. Die gefährlichen Burgdorfer Rückraumschützen Robertas Pauzuolis und Daniel Deutsch dürfen nicht heiß laufen. Wenn wir dieses Duo einigermaßen in den Griff bekommen und auch Tomasz Tluczynski halten können, haben wir eine realistische Chance", erklärte Bernburgs Spielertrainer Sven Liesegang. Die Anhalt-Fans dürfen sich am Sonnabend auf einen besonderen Spieler freuen.

Tluczynski stand in den Reihen der polnischen Nationalmannschaft, die bei der Weltmeisterschaft in Deutschland bis ins Finale vorstieß und dort bekanntermaßen an der DHB-Auswahl scheiterte. "Die Silbermedaille bei der WM ist mein größter sportlicher Erfolg", erklärte der Linksaußen, der eine feste Größe bei Polens Nationalcoach Bogdan Wenta ist.

Die Gäste sind hoch motiviert und wollen sich für die Hinspiel-Niederlage revanchieren, obwohl sie vor allem vor Robert Lux und Dmitri Filippow, der in der AWD-Halle sechs Tore erzielte, einen Heidenrespekt haben. Allerdings spielten die Niedersachsen in den vergangenen Wochen sehr wechselhaft.

Linkshänder Heidmar Felixson und Kreisläufer Robin Kothe sind verletzt und werden wohl nicht auflaufen. Trainer Nei Cruz Portela muss eine zweimonatige Sperre abbrummen und kann von der Bank aus keine taktischen Anweisungen geben. Diesen Job übernimmt in Bernburg Hanno Staab. Der impulsive Portela monierte den aus seiner Sicht unkorrekten Ausgleichtreffer von Gastgeber Potsdam zum 31:31 (10:18) in letzter Sekunde so heftig, dass er den Laptop auf dem Kampfrichtertisch zerstörte.

Danach folgte dem klaren 36:29-Triumph in Altenholz beim 26:32 gegen die Ahlener SG die zweite Heimniederlage. Bleibt abzuwarten, welche ihrer Seiten die Niedersachsen in der Hinz-Halle zeigen und auch, ob die Gastgeber ihre eigenen Sorgen nach den Personalentscheidungen der Chefetage aus den Köpfen verdrängen können.

Nach dem Abpfiff will der Fanclub "Bärenstark" eine Diskussion mit dem Aufsichtsrats-Vorsitzenden Klaus-Uwe Marsch und Geschäftsführer Jörg Westerkowsky sowie interessierten Zuschauern führen.