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1. Basketball-Bundesliga 1. Basketball-Bundesliga: Alba verdirbt «Wölfen» das Fest

Von Holger Zimmer 13.04.2003, 19:47

Leipzig/MZ. - "Eine Niederlage mit zehn, fünfzehn Punkten wäre, abgesehen von einem Sieg, sehr gut gewesen. Doch das, was wir gesehen haben, war die Realität." Der Geschäftsführer des Mitteldeutschen Basketball-Clubs, Matthias Hund, sagt das nach dem 86:110 (42:61) gegen den Deutschen Meister, Alba Berlin, gestern in Leipzig. Doch zerreden lassen will sich der 32-Jährige den "absoluten Erfolg" mit 5 480 Zuschauern nicht.

Er selbst hatte in der Nacht zuvor mit zugefasst. Daniel Hebestreit vom Fanclub berichtet von insgesamt neun Helfern, die Banden und Körbe aufstellten sowie Faltblätter verteilten. Und Peter Krummer war unterwegs, um einen Lkw mit Getränken von "Leisslinger" heranzufahren. Zwei Stunden hätten sie nur geschlafen, damit alles beim Fest stimmt.

Dann freilich bleibt das 1:0 per Freiwurf von Adnan Chuk die einzige MBC-Führung. 7:17 (8. Minute) liegen die "Wölfe" bereits zurück, ehe Kapitän "Seb" Machowski beim Drei-Punkte-Wurfversuch gefoult wird und alle drei Freiwürfe versenkt. Chuk lässt einen Dreier folgen. Nach dem 20:25 (10.) startet der MBC besser ins zweite Viertel, und nach jeweils zwei Zählern von Jerry Green und Machowski steht es 24:25 (12.). Anschließend zieht der Tabellenzweite seine Kreise. Als die "Wölfe" dann aber sogar 46:76 (26.) hinten liegen, muss man um sie fürchten.

Vier Sekunden vor der letzten Viertelpause liegt Jerry Green einige Minuten an der Mittellinie, nachdem er von Ex-"Wolf" Mithat Demirel gefoult wurde. Dieser sagt: "Das tat mir selbst weh, aber Green hat sich dorthin gedreht, wo ich stand." Und was die anschließenden Pfiffe gegen ihn angeht, meint er, dass bei über 5 000 Fans wohl doch nicht alle von Basketball Ahnung hätten.

Ab der 30. Minute ist es vor allem Ivo Josipovic, der die Niederlage in Grenzen hält. 16 seiner 26 Punkte markiert er in dieser Phase und betont: "Alba konnte nicht 40 Minuten lang nur gut und wir nicht nur schlecht spielen. Da agierten wir besser in Offensive und Abwehr." Doch letztlich habe man gegen einen Kontrahenten, der nach seiner jüngsten Pleite heiß gewesen sei, keine Chance gehabt. Und Demirel betont, dass sich Berlin gut eingestellt habe. Es sei gelungen, die Außen unter Druck zu setzen, so dass der MBC nicht ins Spiel fand. So kommt "Seb" Machowski zu nicht einem Versuch von der Drei-Punkte-Linie. Ihn so kalt zu stellen, ist in dieser Saison niemandem, nicht mal Berlin im Heimspiel gelungen.

Weißenfels: Josipovic 26 Punkte, drei Dreier, Trefferquote 62% (10 von 16 Versuchen), 2 Rebounds, 3 Blocks, 4 Ballverluste; Machowski 16 Pkt., Trefferquote 71% (5 von 7), trifft alle 6 Freiwürfe, 4 Reb., 3 Ballverl., 5. Foul nach 36:21 Minuten; Green 14 Pkt., Trefferquote 33% (4 von 12), trifft alle 6 Freiwürfe, 4 Reb., 2 Assists, 3 Ballverl., 5. Foul nach 37:57 Min.; Chuk 13 Pkt., Trefferquote 80% (4 von 5), 4 Reb., 2 Ballgewinne, 2 Assists, 6 Ballverl.; Matela 5 Pkt. (2 von 2 Vers.!), 5 Reb., 3 Ass.; Krezic 5 Pkt., 2 Reb., 3 Ass., 3 Ballverl.; Tetzner 3 Pkt.; Leric 2 Pkt. (1 von 1 Vers.!), 3 Reb.; Using 2 Pkt. (1 von 2 Vers.); Feldwürfe: MBC - 30 von 50 (60%), Berlin - 38 von 65 (58%); Drei-Punkte-Würfe: MBC - 4 von 11, Berlin - 6 von 11; Freiwürfe: MBC - 22 von 28 (78%), Berlin - 28 von 37 (75%); Rebounds: 26:30; Assists: 13:17; Ballgewinne: 5:12; Blocks: 5:1; Ballverluste: 21:10; Fouls: 30:21.