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RB Leipzig: Wieso Ralf Rangnick Ralph Hasenhüttl als Cheftrainer verpflichtet hat

Leipzig - Leipzig bereitet sich auf die Fußball-Bundesliga vor. Ein Sieg gegen den Karlsruher SC am Sonntag (15.30 Uhr) würde den Aufstieg perfekt machen. In der Pressekonferenz am Freitag vor dem Spiel hat der Verein auch seinen neuen Trainer für die kommende Spielzeit präsentiert. Ralph Hasenhüttl, aktuell noch bei Bundesligist FC Ingolstadt unter Vertrag, wird ab Juli 2016 bei RasenBallsport übernehmen. Sein Vertrag läuft bis Juni ...

Von Ullrich Kroemer und Clemens Boisserée
Ralph Hasenhüttl: Noch Trainer beim FC Ingolstadt, ab Juli Coach von RB Leipzig.
Ralph Hasenhüttl: Noch Trainer beim FC Ingolstadt, ab Juli Coach von RB Leipzig. imago sportfotodienst

Leipzig bereitet sich auf die Fußball-Bundesliga vor. Ein Sieg gegen den Karlsruher SC am Sonntag (15.30 Uhr) würde den Aufstieg perfekt machen. In der Pressekonferenz am Freitag vor dem Spiel hat der Verein auch seinen neuen Trainer für die kommende Spielzeit präsentiert. Ralph Hasenhüttl, aktuell noch bei Bundesligist FC Ingolstadt unter Vertrag, wird ab Juli 2016 bei RasenBallsport übernehmen. Sein Vertrag läuft bis Juni 2019.

Die Details im Liveticker.

Los geht's:

Ralf Rangnick und Oliver Mintzlaff betreten das Podium. Das verheißt eine Entscheidung.

Die Bestätigung gleich zum Auftakt: RB wird in der neuen Saison mit Ralph Hasenhüttl als Cheftrainer in die Saison gehen - unabhängig der Liga-Zugehörigkeit.

Rangnick erklärt die Trainer-Rotation:

Frank Leicht wird den Scouting-Bereich verstärken.  Achim Beierlorzer wird im Sommer den Cheftrainerposten der U19 übernehmen.

Mintzlaff: „Ralph Hasenhüttl war schon in der letzten Saison ein Thema für uns. Damals hat er sich noch entschieden, Trainer in Ingolstadt zu bleiben."

Mintzlaff: „Für die neue Saison hat sich Ralph Hasenhüttl nun entschieden, eine neue Herausforderung zu suchen. Er passt perfekt zu unserer Philosophie und in unser Team."

Rangnick: „Der sportliche Erfolg von Ralph Hasenhüttl spricht für sich. Er hat den Verein in der zweiten Liga auf einem Abstiegsplatz übernommen, in die Bundesliga geführt und dort jetzt früher als von allen gedacht den Klassenerhalt perfekt gemacht."

Rangnick: „Ich war mir relativ früh sicher, dass er hervorragend in unser Team passen wird." 

Rangnick: „Die Verpflichtung ist unabhängig von der Liga. Wir hoffen aber natürlich alle, das Ralph in der kommenden Saison einen Erstligisten übernehmen wird. Es gab für uns keinen Grund mehr, das Ganze hinter dem Berg zu halten. Ich hoffe, Ralph Hasenhüttl wird morgen gegen Bayern München gebührend verabschiedet."

Rangnick: „Er ist ein Trainer, der genügend Führungskraft besitzt, um seine Idee von Fußball, seine Spielphilosophie durchzusetzen. Ich bin mir sicher, dass Ralph Hasenhüttl auch noch andere Vereine zur Auswahl gehabt hätte. Dass er sich für uns entschieden hat zeigt, dass er hier eine besondere Herausforderung sieht."

Rangnick: „Ich gehe zu 100 Prozent davon aus, dass Hasenhüttl am Sonntag nicht im Stadion sein wird. Im Übrigen gibt es ja auch gar keine Karten mehr."

Mintzlaff: „Wir haben immer gesagt, dass wir den neuen Trainer bekannt geben, wenn wir uns geeinigt haben. Das haben wir gestern Nacht und heute Morgen getan. Deshalb sitzen wir hier und geben diese Personalie jetzt schon bekannt. Das hat nichts mit der Nachfolgersuche des FC Ingolstadt zu tun."

Mintzlaff: „Wir zahlen keine Rekordsummen, wir zahlen keine Mondpreise. Dann hätten wir diesen Transfer nicht durchgeführt. Die Verhandlungen waren zäh und mühsam, aber äußerst respektvoll. Am Ende haben wir eine vernünftige Lösung gefunden, konkrete Zahlen kommentiere ich aber nicht. Das Ergebnis war fair und keine Rekordsumme."

Rangnick: „Zur weiteren Kaderplanung: Wir werden jetzt erstmal abwarten, in welcher Liga wir spielen. Spieler, die bislang einen großen Faktor für uns gespielt haben, wollen wir natürlich halten. Wer bislang schon kaum gespielt hat, wird eher keine Perspektive haben. Das liegt aber natürlich in der Natur der Sache." 

Jetzt geht es mit der Vorschau zum KSC-Spiel weiter

Rangnick: „Personell sieht es gut aus, bis auf Boyd sind alle an Bord."

Rangnick: „Ich habe mir den KSC am Montag nochmal angesehen. Das ist ein spielstarkes Team, der Kader ist stark besetzt und wir müssen schauen, dass wir unseren Stil auf den Platz bekommen."

Rangnick: „Alle sind in großer Vorfreude auf ein ausverkauftes Stadion und wollen diesen letzten Schritt machen."

Rangnick: „In der Mannschaft überrascht die Trainerverpflichtung - glaube ich - niemanden. Es interessiert aktuell aber auch niemanden. Alle sind sehr fokussiert auf das Spiel am Sonntag, die Spieler gehen davon aus, dass wir uns über solche Verpflichtungen sehr viele Gedanken machen und vertrauen uns dahingehend auch."

Rangnick: „Wir machen uns noch keine Gedanken über etwaige Feierlichkeiten. Wir wollen die Mannschaft perfekt vorbereitet in das Spiel schicken und konzentrieren uns nur auf die anstehenden 94, 95 Minuten."

Rangnick: „Ich werde alle Entscheidungen zur Aufstellung nach dem Training heute treffen."

Rangnick: „Vor der Mannschaft werde ich auch am Sonntag natürlich wieder eine Ansprache halten - vor den Fans dieses Mal nicht. Das war beim letzten Mal meinem Gefühl geschuldet, ist aber dieses Mal nicht nötig."

Rangnick: „Wir werden an unserer Vorbereitung nichts ändern. Wir treffen uns am Spieltag zum Brunch und dann geht's zum Stadion. Wir konzentrieren uns nur auf uns, was Nürnberg macht interessiert uns nicht. Wir müssen unser Ding machen, wir müssen alles dafür tun, dass wir unser Spiel gewinnen." 

Rangnick: „Ich weiß, dass der Aufstieg außergewöhnlich wäre und dass die Stimmung in der Stadt entsprechend ist. Aber der Gedanke daran hilft uns jetzt nicht weiter. Es zählt nur das Spiel, alles andere lenkt nur ab."

Rangnick: „Das Spiel am Sonntag ist ein Finale, ein Endspiel. Da darfst du dir keine Gedanken um etwas anderes als den Spielplan machen. Ich erlebe die Mannschaft die gesamte Woche über in einer guten Verfassung. In einer Mischung aus Spaß, Konzentration und Vorfreude. Das müssen wir auf das Spiel übertragen."

Ralf Rangnick ist fertig. Es folgen nun noch Torwart Fabio Coltorti und Dominik Kaiser

Der Vize-Kapitän Fabio Coltorti beginnt: „Ich durfte ja schon zwei Aufstiege hier miterleben. Das war jedesmal ein ganz besonderer Fußballtag - und jetzt wollen wir am Sonntag den nächsten magischen Tag erleben."

Kapitän Dominik Kaiser: „Da gibt es nicht viel hinzuzufügen. Wir haben die große Chance, den Sonntag zu einem ganz besonderen Tag zu machen. Diese Chance wollen wir nutzen. Wir wissen aber, dass uns der KSC im Hinspiel viele Probleme bereitet hat und haben nur glücklich gewonnen. Das zeigt: Es wird sehr schwierig."

Kaiser: „Wir versuchen, uns als Mannschaft zu konzentrieren. Die Anspannung entwickelt sich langsam, die ist aber vor diesem Spiel nicht anders als am ersten Spieltag. Diese Anspannung kommt immer."

Coltorti: „Wir wissen um unsere Fähigkeiten, sind gut vorbereitet und wollen am Sonntag die angestaute Vorfreude rauslassen."

Kaiser: „Nach dem Bielefeld-Spiel war die Enttäuschung riesengroß, das hält dann auch mal ein, zwei Tage an. Zum Glück hat sich am Wochenende in der Tabelle dann nicht viel verändert."

Kaiser: „Sicherlich ist es am Sonntag ein ganz, ganz besonderes Spiel. Aber es bringt halt nichts, sich zu viele Gedanken über verschiedene Szenarien zu machen. Wichtig ist nur: Sonntag, 15.30 Uhr - da müssen wir bereit sein."

Coltorti: „Wir stehen jetzt da, wo wir im Sommer letzten Jahres hinwollten. Es kann ein magischer Tag werden und du darfst nicht daran denken, was alles schief gehen kann. Es kann ein Spiel werden, das du nur vier, fünf Mal in deiner Karriere spielen darfst. Wir sind geschult uns auf das Positive zu konzentrieren, negative Gedanken nicht zuzulassen."

Coltorti: „Ich fühle mich besser als vor zwei, drei Jahren, ich stehe voll im Saft. Das Thema Karriereende ist ganz weit weg."

Coltorti: „Natürlich möchte ich wieder spielen, ich bin immer bereit zu spielen. Aber es ist eine Entscheidung des Trainers, Fußball ist ein Mannschaftssport." 

Kaiser: „Was zur neuen Saison passiert, war in der Mannschaft bislang kein Thema und wird es auch bis Sonntag nicht sein. Das ist ein Thema für die lange Pause danach." 

Kaiser: „Wir müssen uns noch keine Gedanken über irgendwelche Stadien, Mannschaften oder Fans machen, die wir als Bundesligist vermissen würden. Noch sind wir Zweitligist."

Damit ist die Pressekonferenz in Leipzig beendet. Eine ausführliche Zusammenfassung finden Sie später auf MZ.de.