„Magischer Fußballtag”

RB Leipzig gegen KSC: Lässt Ralf Rangnick Fabio Coltorti zurück ins Tor?

Leipzig - Fabio Coltorti weiß, wie man Aufstiege perfekt macht. 2013 war der Torhüter von RB Leipzig nach dem Relegationstriumph gegen die Sportfreunde Lotte in Liga drei geklettert. Ein Jahr darauf feierte er mit seinem Team den Durchmarsch in die 2. ...

Von Ullrich Kroemer

Fabio Coltorti weiß, wie man Aufstiege perfekt macht. 2013 war der Torhüter von RB Leipzig nach dem Relegationstriumph gegen die Sportfreunde Lotte in Liga drei geklettert. Ein Jahr darauf feierte er mit seinem Team den Durchmarsch in die 2. Liga.

Vor dem Aufstiegsendspiel gegen den Karlsruher SC vor ausverkauftem Haus am Sonntag (15.30 Uhr) erinnerte sich Coltorti nun an diese Triumphe und sagte: „Ich hoffe, dass es am Sonntag wieder ein magischer Fußballtag wird.”

Auch der mit 35 Jahren mit Abstand erfahrenste Spieler der Leipziger gibt vor dem Duell gegen den KSC zu: „Nervosität und Vorfreude sind größer als sonst.” Doch der coole Schweizer warb für eine positive Sichtweise auf die Dinge: „Wir haben schließlich die Chance, etwas Positives und Großes zu schaffen.” Viele Fans und Beobachter verstünden das nicht. Doch Profifußballer könnten den Kopf ebenso trainieren wie alles andere. Und für negative Gedanken sei da kein Platz.

Rangnick: „Das ist ein Finale”

Dass der 35-Jährige überhaupt auf dem Podium saß, erstaunte einigermaßen. Zwar ist der 1,97-Meter-Mann Vize-Kapitän. Doch nach seiner Schulterverletzung zu Beginn des Jahres hatte Trainer Ralf Rangnick den zehn Jahre jüngeren Peter Gulacsi zur neuen Nummer eins erklärt. Nun ist es zumindest ein Gedanke, im Aufstiegsendspurt wieder dem präsenteren Coltorti zu vertrauen. Rangnick mochte das zwar nicht bestätigen, weil er die endgültige Aufstellung immer erst am Tag vor dem Spiel entscheidet. Doch der Schwabe dementierte auch nicht, dass er nach  Gulacsis Patzer gegen Bielefeld auf der Torhüterposition wechselt.

Coltorti selbst gab sich loyal und gelassen wie immer. „In dieser Phase der Saison kommt es nicht darauf an, wer auf dem Platz steht, sondern, dass wir unsere Ziele erreichen.” Dieses Ziel sprach Ralf Rangnick am Freitagnachmittag noch einmal aus: „Was uns hier eint”, sagte Rangnick, „ist das Ziel in der 1. Liga spielen zu können. Das ist das Motiv für alle.” So rief der Fußballlehrer den Aufstiegskrimi zur Partie „mit Endspielcharakter” aus. Der 57-Jährige sagte: „Das Spiel ist ein Finale.” Erfahrene Recken wie „Krake” Fabio Coltorti kann man für solche Endspiele gut gebrauchen. (mz)