Stimmen zum Spiel

RB Leipzig gegen FCA: Emil Forsberg: „Könnte die ganze Nacht auf die Tabelle schauen”

Leipzig - Emil Forsberg von RB Leipzig war nach dem Bundesliga-Spiel gegen den FCA euphorisch. Die Stimmen zum Spiel.

Von Ullrich Kroemer und Martin Henkel
Leipzigs Timo Werner, Emil Forsberg und Yussuf Poulsen (v.l.) freuen sich über das 1:0 durch Forsberg.
Leipzigs Timo Werner, Emil Forsberg und Yussuf Poulsen (v.l.) freuen sich über das 1:0 durch Forsberg. dpa-Zentralbild

Nach dem 2:1 (1:1) gegen den FC Augsburg steht RB Leipzig weiter ungeschlagen auf Tabellenrang drei der Fußball-Bundesliga. Die – teils euphorischen ­– Reaktionen der Protagonisten:

Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig): „In den ersten 20 Minuten waren wir nicht gut auf dem Platz, hatten gegen den Ball nicht die Aggressivität, die wir brauchten. Hinten sind wir zu schnell hingefallen, machen dann aber trotzdem das 1:0. Aber auch danach waren wir ein bisschen lax, sodass es nur folgerichtig war, dass wir den Ausgleich kassieren. Deswegen haben wir in der Halbzeit auch den Finger in die Wunde gelegt und den Jungs Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt, wie man den Gegner noch mehr unter Stress setzen kann. Wir haben daran geglaubt und das sehr schnell umgesetzt. Dann haben wir gezeigt, wozu wir fußballerisch in der Lage sind. Aufgrund unserer Chancen müssen wir nur noch das dritte Tor nachlegen. Wir haben ein tolles Heimspiel geliefert.”

Dirk Schuster (Trainer FC Augsburg): „Wir haben uns teuer verkauft und für unsere Verhältnisse auch ein ordentliches Auswärtsspiel gemacht. Wir waren anfangs gut in der Partie und haben ordentlich durchs Mittelfeld gespielt. Und wir konnten die Leipziger von unserem Tor weghalten. Das 1:0 fällt dann ein bisschen wie aus dem heiterem Himmel. Aber wir antworten gut. Danach hat Leipzig den Druck erhöht, sie haben sehr gut nach vorne gespielt. Wir kamen nicht mehr so zum Zug.“

Willi Orban (Verteidiger RB Leipzig): „Aus meiner Sicht haben wir die ersten 20 Minuten nicht so gut gespielt, obwohl wir in Führung gehen. Gerade gegen den Ball haben wir einiges vermissen lassen. Danach war es besser. Augsburg hatte eigentlich keine Lösungen mehr im Spiel nach vorn. Dass wir am Ende nicht das 3:1 machen, da fehlt uns ein bisschen die Abgewichstheit. Aber wir haben hoch verdient gewonnen.“

Dominik Kaiser (Kapitän RB Leipzig): „Wir haben echt gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Aber in der zweiten Halbzeit war das richtig gut anzusehen. Da haben wir bei Ballbesitz wirklich gute Ideen gehabt. Augsburg kam da nicht mehr hinten raus. Heute hat man gesehen, dass wir auch spielerische Mittel haben, um Gegner zu schlagen, die hinten tief stehen.“ 

Martin Hinteregger (Abwehrspieler FC Augsburg): „Ich hab mir bei den ersten Ballkontakten extra viel Zeit genommen, um die Pfiffe zu genießen. Das ist doch irgendwie auch cool, wenn einen das ganze Stadion auspfeift. Ist doch eine schöne Ehre. Schade aber, dass wir das Spiel verloren haben. Am Anfang war das gut von uns, danach haben wir einfach zu schnell das 2:1 bekommen. Dann mussten wir öffnen, das haben die Leipziger, die super Spieler sind, gut ausgenutzt. Ich habe hier viele alte Kollegen getroffen. Das war schon sehr herzlich.“

Georg Teigl (Außenverteidiger FC Augsburg):Zum Applaus bei seiner Einwechslung: „Ich möchte mich für den schönen Empfang bedanken. Die Fans haben in mir offenbar mehr als nur den Fußballer Georg Teigl gesehen, sondern auch den Menschen. Darum geht’s doch im Leben. Es war schön, dass ich heute mein Bundesligadebüt feiern durfte. Da schließt sich der Kreis.”

Marcel Sabitzer (Offensivspieler RB Leipzig): „Augsburg war ein harter Brocken. Wir mussten hellwach sein, haben nie aufgegeben. Das war ein richtig guter Sieg. Daran, dass wir in den ersten 20 Minuten keinen Zugriff auf den Ball bekommen haben, waren wir selbst Schuld. Wir haben schlecht gegen den Ball agiert, aber der 25. wurde es besser. In der zweiten Hälfte ist Augsburg dann fast gar nicht nach vorn gekommen. Dass wir dann das dritte Tor nachlegen, haben wir noch nicht so drin. Aber wir haben es über die Zeit gebracht, und das zählt.”

Emil Forsberg (Stürmer RB Leipzig): Zu seinem Tor: „Mein erster Gedanke war, volle Kanne aufs Tor in die kurze Ecke zu schießen. Das hat zum Glück geklappt.”

Zu Tabellenrang drei: „Ich könnte die ganze Nacht auf die Tabelle schauen, wir sind sind jetzt auf dem dritten Platz und das müssen wir genießen. Aber wir wissen, dass wir jeden Tag im Training wirklich alles geben müssen. Nur dann kommen auch die Ergebnisse. (mz)