Stimmen zu Union Berlin vs. RB Leipzig

Stimmen zu Union Berlin vs. RB Leipzig: „Gut gespielt, und nicht belohnt”

Berlin - Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig): „Wir haben das Spiel über weite Strecken kontrolliert und sind fast im Stile eines Heimteams aufgetreten. Das war ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn wir so in unseren Heimspielen gegen Fürth und St. Pauli gespielt hätten, hätten wir sicher mindestens drei Punkte mehr auf dem Konto. Wir hatten heute eine deutlich bessere Verteilung auf dem Platz. Die Balance zwischen eigenem Ballbesitz und Spiel gegen den Ball hat ...

Von Ullrich Kroemer

Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig): „Wir haben das Spiel über weite Strecken kontrolliert und sind fast im Stile eines Heimteams aufgetreten. Das war ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn wir so in unseren Heimspielen gegen Fürth und St. Pauli gespielt hätten, hätten wir sicher mindestens drei Punkte mehr auf dem Konto. Wir hatten heute eine deutlich bessere Verteilung auf dem Platz. Die Balance zwischen eigenem Ballbesitz und Spiel gegen den Ball hat gestimmt.”

„Die Mannschaft hat auch in den letzten sieben Minuten nach dem Treffer auf Sieg gespielt und wollte gewinnen. Da der Ausgleich so spät fällt, muss man damit auch mal zufrieden sein.“

„Das war heute eine fantastische Atmosphäre – übrigens auch von unseren Fans. Fast 2000 Fans aus Leipzig sind für einen sogenannten Retortenklub nicht schlecht. Ich bin mal gespannt, wie viele andere Klubs so viele Anhänger mitbringen.”

 

Norbert Düwel (Trainer Union Berlin): „Das Tor resultiert aus dem einzigen Fehler, den wir in diesem Spiel machen. Das ist schon ärgerlich - aufgrund der spielerischen Leistung, die wir teilweise im Umkehrspiel gebracht haben und auch aufgrund der kämpferischen Leistung.”

„Wir haben aber keinen Grund bedröppelt zu sein. Dass Leipzig mehr Ballbesitz hat, war so gewollt. Wir hatten die zwingenderen Aktionen, während Leipzig vor dem Tor wenig Zwingendes zustande gebracht hat. Auf der Leistung werden wir aufbauen. Wir ernähren und mühsam, aber spielerisch und vom Engagement war das gut von uns.”

Nils Quaschner (Stürmer RB Leipzig):

Über den Ausgleich: „Der Ball kommt auf den ersten Pfosten, ich gehe instinktiv hin, bekomme ihn auf den Fuß, und was hinter mir passiert ist, kann ich nicht sagen. Ich habe mich umgedreht, und der Ball ging ins Netz.”

„Wir hatten den Ballbesitz klar auf unserer Seite. Wir müssen die Pässe in der Endzone einfach noch konzentrierter auf den Mann bringen, dann spielen wir uns die Chancen raus und können sie nutzen. So haben wir immer versucht, das Spiel weiter zu dominieren und weiter durchzubringen. Man hat gesehen, dass wir nach dem 1:1 immer noch auf Sieg gespielt haben, das war ganz klar unsere Vorstellung. So nehmen wir einen gewonnenen Punkt mit nach Hause.”

Fabio Coltorti (Torhüter RB Leipzig): „Wir konnten hinten gut rausspielen, haben die Lücken gefunden. Was sich schwieriger gestaltet hat, waren die letzten Pässe. Wir haben gut gespielt, sind aber nicht belohnt worden. Aber da der Ausgleich so spät gefallen ist, können wir das Spiel mit einem lachenden Auge betrachten. Wir hätten auch verlieren können. 

„Beim Gegentor stimmte die Zuordnung zwar, aber wir haben das Kopfballduell verloren. Es ist ärgerlich, weil die Standards die einzigen Situationen waren, wo Union gefährlich war. Sonst haben wir gut verteidigt.” (mz)