Stimmen zu RB Leipzig - SC Freiburg

Stimmen zu RB Leipzig - SC Freiburg: Ralf Rangnick: „Hatten 25 Minuten die Hosen voll”

Leipzig - Intensive Toppartie in der 2. Liga: Die Protagonisten erklären das Remis zwischen RB Leipzig und SC Freiburg am Donnerstagabend.

Von Ullrich Kroemer

Intensive Toppartie in der 2. Liga: Die Protagonisten erklären das Remis zwischen RB Leipzig und SC Freiburg am Donnerstagabend.

Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig): „Wir sind richtig schlecht ins Spiel reingekommen, warum auch immer. Wir hatten viele ängstliche Situationen, die Spieler haben sich nicht so richtig getraut. Ich sag’s mal in der Fußballsprache: Wir hatten in den ersten 25 Minuten die Hosen voll. Nach der Halbzeitpause haben wir ein komplett anderes Gesicht gezeigt, die Mannschaft hat richtig Druck gemacht, da waren wir dem zweiten Tor näher. Freiburg hat uns viele Jahre Erst- und Zweitliganiveau voraus. Das hat man in der ersten Hälfte gesehen. Das war richtig guter Fußball, hatte in dieser Intensität, in diesem Tempo Erstliganiveau.”

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): „Die erste Hälfte war okay von uns. Leipzig hat fußballerisch und vom Tempo her große Qualität gezeigt. In der zweiten Halbzeit bekommen wir das Gegentor und hatten Probleme, weil unsere ,Sechser’ zu tief standen. Schade, dass wir unsere Kontersituationen nicht besser ausgespielt haben. Aber natürlich hätten wir auch das zweite Tor kriegen können. Insgesamt war das ein gerechtes Unentschieden.”

Dominik Kaiser (Kapitän RB Leipzig): „Wir haben heute in der ersten halben Stunde einiges vermissen lassen und gerade bei Standards richtig Dusel gehabt, dass wir nicht früher in Rückstand geraten sind. Nach dem Gegentor haben wir zu unserem Spiel gefunden, standen enger und waren spielerisch dominanter. Aber ähnlich wie in Heidenheim fehlte die hundertprozentige Torchance im ,Sechzehner’. Wichtig war, dass wir in der zweiten Halbzeit zurückgekommen sind. Insgesamt ein verdienter Punkt für beide.”

Diego Demme (Mittelfeldspieler RB Leipzig): „Die ersten 20 Minuten haben wir verschlafen. Danach waren wir super im Spiel. Nach vorn müssen wir im Enddrittel zielstrebiger die Abschlüsse suchen – aber das kommt. Nach dem Ausgleich hatten wir auf dem Platz das Gefühl, dass wir jetzt dran sind und moralische Vorteile haben. Aber dann hatten wir zwei, drei leichte Ballverluste, das Spiel kippt wieder und wir neutralisieren uns und haben keine richtige Torchance mehr kreiert. Den einen Punkt nehmen wir mit, aber klar, wollen wir drei Punkte. Am Sonntag wollen wir die gegen 1860 holen.”

Willi Orban (Innenverteidiger RB Leipzig) zum verweigerten Tor: „Das war ein reguläres Tor. Das war nicht einfach zu sehen für den Schiedsrichter, da können wir ihm keinen Vorwurf machen, aber natürlich ist es bitter. Der Ball geht an den Pfosten, Davie Selke versucht ihn rein zu stochern, ich versuche ihn rein zu stochern und war zuletzt dran.

„Generell waren wir in der zweiten Hälfte die dominantere Mannschaft, haben den Gegner phasenweise in dessen Hälfte eingekesselt. Mit etwas Glück hätte uns auch der Lucky Punch gelingen können.”

Zum Gegentor durch Nils Petersen: „Stefan Ilsanker war kurz zur Behandlung draußen, kommt wieder rein und wir waren einen kleinen Moment unsortiert. Wir hätten das im Kollektiv etwas besser lösen können, da waren die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen zu groß. So ein Topstürmer wie Petersen macht so einen Ball dann eiskalt rein. Da waren wir einmal zu lässig. Aber gut ist, dass wir eine Reaktion gezeigt haben und aus meiner Sicht auch den Sieg verdient gehabt hätten.”

Nils Petersen (Stürmer SC Freiburg): „Ich fand, dass es hohes Niveau war heute. Das war läuferisch großes Kino von beiden Mannschaften, das hat schon weh getan. Es ist auch eine Qualität so ein Spiel wie heute nicht zu verlieren. Wir genießen den zweiten Platz.”

Zum Führungstreffer: „Wenn wir direkt spielen, Maximilian Philipp ein eins gegen eins auflösen kann, wofür er berüchtigt ist, dann ist es schwer gegen uns zu verteidigen. Am Ende darf ich allein vor dem Torwart stehen. Ich habe versucht, den Ball gegen den großen Torhüter flach und scharf zu verwerten, durch die Beine in die kurze Ecke.”