Reaktionen zum Sieg von RB Leipzig

Reaktionen zum Sieg von RB Leipzig: „Nürnberg war eigentlich schon tot”

Leipzig - Beim 3:2 gegen Nürnberg sichert sich RB Leipzig drei wichtige Punkte, um Anschluss an die Tabellenspitze zu halten. Doch wie das Torspektakel zur Zitterpartie werden konnte, mussten die Spieler und Trainer nach der aufregenden Partie ...

Von Ullrich Kroemer

Beim 3:2 gegen Nürnberg sichert sich RB Leipzig drei wichtige Punkte, um Anschluss an die Tabellenspitze zu halten. Doch wie das Torspektakel zur Zitterpartie werden konnte, mussten die Spieler und Trainer nach der aufregenden Partie erklären.

Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig): „Das war ein verrücktes Spiel, das ich so auch erst einmal erlebt habe, mit dem Unterschied, dass es damals tatsächlich zum 3:3 gekommen ist.” (Anmerkung der Redaktion: VfB Stuttgart gegen Arminia Bielefeld im Jahr 2000) „Wenn es nach einer Viertelstunde 3:0 steht, sollte man meinen, dass da nichts mehr anbrennt. Aber wir haben dann nicht mehr die richtigen Mittel gefunden, teilweise wie beim Hallenhandball um den Kreis herum gespielt.”

„Bei Standards fiel der Unterschied, dass Nürnberg nur noch zehnt gespielt hat, nicht auf. Da waren wir beide Male nicht aufmerksam. Dann hatte Nürnberg auch aus dem Spiel heraus Chancen, hier tatsächlich noch etwas zu holen, das müssen wir anerkennen. Nicht auszudenken, wie wir hier sitzen würden, wenn das tatsächlich noch zum Ausgleich geführt hätte.”

„Im Spiel nach vorn haben wir uns gut entwickelt, sind aber noch nicht stabil genug, um das nach Hause zu spielen.”

René Weiler (Trainer 1. FC Nürnberg): „Der erste Pass in die Tiefe führte direkt zum 0:1 und auch noch zur Unterzahl. Wenn man nach 16 Minuten 0:3 in Leipzig zurückliegt, konnte es nur noch um Schadensbegrenzung gehen. Wir haben uns in der Halbzeit vorgenommen, gut zu verteidigen, kein Tor mehr zu kassieren. Die Mannschaft hätte zum Schluss den Ausgleich verdient gehabt. Doch das sollte dann nicht mehr sein.”

Dominik Kaiser (Kapitän RB Leipzig): „Es hätte nie so spannend werden dürfen. Wir wollten weiter zu Null zu spielen und auch die zweiten 45 Minuten. Doch gerade die gefährlichen Laufwege der ersten 20 Minuten sind uns nicht mehr gelungen. So haben wir uns in den Schlaf gespielt, uns selbst in die Bredouille gebracht. Durch das Hin-und-her-Geschiebe haben wir uns selbst in Schwierigkeiten gebracht. So kam es zu Gegenstößen von Nürnberg, die wir teilweise nur durch Fouls stoppen konnten.” „Dann kam Unsicherheit auf, nach den Gegentreffern wird’s natürlich kritisch, zumal Nürnberg noch weitere Standards hatte. Das müssen wir in Zukunft besser verteidigen. Da muss sich jeder einzelne hinterfragen, wie er in seinem Raum verteidigt. Da sind nicht nur die Kopfballspieler gefordert, sondern jeder einzelne. Wir dürfen es dem Gegner nicht so einfach machen. Es wäre der Gipfel gewesen, wenn wir heute noch einmal zwei Punkte hätten liegen lassen.”

Davie Selke (Stürmer RB Leipzig und zweifacher Torschütze): „Wir können alle zufrieden sein, wie wir hier von den ersten Sekunden an gespielt haben, das war phänomenal. Diesmal haben wir die Tore früh gemacht und da fiel es leichter.”

„Aber wenn man 3:0 führt, dürfen wir auf gar keinen Fall in so eine brenzlige Situation kommen, dass wir in den letzten Sekunden noch zittern müssen.” 

Marvin Compper (Innenverteidiger RB Leipzig): „Nürnberg war eigentlich tot, hat nur noch versucht, Schadensbegrenzung zu betreiben. Doch wir waren dann nicht mehr zwingend, ohne die Bälle in die Tiefe zu spielen. Aus dieser zweiten Hälfte müssen wir lernen.” „Grundsätzlich waren wir als Team stabil. Was uns Probleme bereitet hat, waren die Standardsituationen aus dem Halbfeld, da haben wir 10, 15 Freistöße verursacht. Genau das wollten wir nicht, da müssen wir cleverer sein.” (mz)