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Pokal-Aus gegen Darmstadt 98 1. FC Magdeburg wird bei Pokal-Aus gegen Darmstadt für Fehler hart bestraft

17.08.2018, 22:35
Frühe Entscheidung: Tobias Kempe trifft per Elfmeter zum 1:0 für Darmstadt gegen den FCM.
Frühe Entscheidung: Tobias Kempe trifft per Elfmeter zum 1:0 für Darmstadt gegen den FCM. imago sportfotodienst

Magdeburg - Zweitliga-Aufsteiger 1. FC Magdeburg hat den fünften Einzug der Vereinsgeschichte in die zweite Runde des DFB-Pokals verpasst. Im Duell gegen Ligakontrahent SV Darmstadt 98 musste sich der FCM am Freitagabend trotz Heimvorteils mit 0:1 (0:1) geschlagen geben.

Das entscheidende Tor vor 20 165 Zuschauern markierte Tobias Kempe bereits in der 3. Minute durch einen verwandelten Foulelfmeter. Damit vermied die Elf von Trainer Dirk Schuster, der von März 1988 bis Sommer 1990 in der DDR-Oberliga für Magdeburg spielte, einen Erstrunden-K.o. wie im Vorjahr.

FCM im DFB-Pokal: Totale Roation bringt keinen Erfolg

Im Vergleich zum 0:0 in der Liga gegen Aue nahm FCM-Coach Jens Härtel gleich sieben Veränderungen vor. Wie abgesprochen rückte Alexander Brunst ins Tor. Der 23-Jährige hatte sich in der Saisonvorbereitung im Kampf um die Nummer eins gegen Neuzugang Jasmin Fejzic geschlagen geben müssen, bekam aber nun einen Einsatz.

Fejzic saß wie die anderen Rausrotierten Steffen Schäfer, Dennis Erdmann, Rico Preißinger, Aleksandar Ignjovski und Philip Türpitz nicht mal auf der Bank. Nur Marcel Costly wurde nicht komplett geschont und saß auf der Bank.

Darmstadt überrumpelt den FCM schon nach zwei Minuten

Doch für „Pokalschreck“ Magdeburg begann das Duell mit einem Rückschlag: Denn vom ersten gefährlichen Steilpass der Darmstädter wurden die Gastgeber sofort überrumpelt. Nico Hammann foulte in der 2. Minute Marvin Mehlem im Strafraum und Referee Robert Schröder (Hannover) entschied auf Strafstoß. Diese Chance ließ sich Routinier Kempe nicht nehmen, Brunst hatte keine Chance.

Magdeburg ließ sich davon in der intensiven Anfangsphase aber nicht schocken, sondern spielte nach vorne. Ein Tor von Michel Niemeyer in der 13. Minute wurde wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung jedoch nicht anerkannt. Der FCM übernahm mehr und mehr die Kontrolle, Von den Gästen kam offensiv nicht viel. Stürmer Christian Beck (26./33.) und Björn Rother (32.) scheiterten mit besten Chancen an Gäste-Keeper Daniel Heuer Fernandes.

Magdeburg lässt zu viele Chancen liegen

Zudem stellten die Darmstädter in der Defensive die Räume taktisch sehr gut zu und machten es dem FCM schwer, noch mehr Chancen zu kreieren.

Nach dem Wiederanpfiff drehte sich das Blatt: Die „Lilien“ verstärkten ihre Angriffsbemühungen und hatten Möglichkeiten zum 2:0, die sie aber nicht nutzten. Magdeburg hingegen fand offensiv so gut wie nicht mehr statt.

Darmstadt-Fans offenbar bei Zwischenfall mit der Polizei verletzt

Härtel reagierte und brachte mit Marcel Costly und Osei Kwadwo (62.) zwei frische Kräfte. Und Costly hatte nach Vorarbeit von Beck in der 73. Minute die hochkarätigste Chance zum Ausgleich, verzog aber freistehend aus der Nahdistanz knapp. Drei Minuten vor Schluss setzte Verteidiger Christopher Handke nach einer Ecke einen Kopfball knapp neben das Gehäuse von Heuer Fernandes.

Die Darmstädter twitterten derweil während des Spiels, dass bei einem Zwischenfall mit der Polizei im Bereich vor dem Gästeparkplatz zwei Fans der „Lilien“ verletzt worden sein sollen. Deswegen habe es seitens der Fanszene keine aktive Unterstützung gegeben. Eine Stellungnahme der Polizei stand am späten Freitagabend noch aus.

Statistik: 1. FC Magdeburg - Darmstadt 98 0:1 (0:1)

FCM: Brunst - Handke, Hammann, Müller (81. Berisha) - Butzen, Rother, Weil, Niemeyer - Bülter (62. Osei Kwadwo), Beck, Lohkemper (62. Costly)
Darmstadt: Heuer Fernandes - Höhn, Franke, Sulu, Holland - Kempe, Medojevic - Heller (90.+3 Sirigu), Mehlem (83. Rieder), Jones - Dursun (90. Boyd)
Schiedsrichter: Robert Schröder (Hannover)
Tor: 0:1 Kempe (3.,Foulelfmeter)
Zuschauer: 20.165
Gelbe Karten: Hammann, Rother - Höhn

(dpa/sid/mz)