Tiere Weiterer Gorilla im Leipziger Zoo gestorben
Innerhalb einer Woche sind im Zoo Leipzig zwei Gorillas gestorben – ein tragischer Verlust für die Gorillagruppe und ihre Pfleger. Woran die Tiere starben, ist noch unklar.

Leipzig - Bestürzung im Zoo Leipzig: Binnen einer Woche ist der zweite Gorilla verstorben. Bei dem 21-jährigen Weibchen Kibara hatten sich bereits in der vergangenen Woche Krankheitssymptome wie unter anderem Abgeschlagenheit gezeigt, wie der Zoo mitteilte. Die sofort eingeleitete Therapie schlug demnach wie bereits bei dem Ende März verstorbenen Jungtier Kio nicht an. Kibara erwachte am heutigen Donnerstag nicht mehr aus einer Vollnarkose.
Zoodirektor: „Bestürzt und sehr traurig“
„Wir sind bestürzt und sehr traurig über den doppelten Verlust in der Gorillagruppe“, sagte Zoodirektor Jörg Junhold laut Mitteilung. Mit solch einem Geschehen sei man während des 25-jährigen Bestehens der Menschenaffenanlage Pongoland bisher nicht konfrontiert worden.
Die Todesursache muss bei beiden Tieren demnach noch geklärt werden. Dazu sei man mit Spezialisten des Europäischen Zooverbandes EAZA und Experten aus anderen Zoos in Kontakt, sagte Zootierarzt Andreas Bernhard.
Gorillagruppe niedergeschlagen
Die Gorillas stehen den Angaben nach unter strenger medizinischer und tierpflegerischer Kontrolle und Versorgung. Die Entwicklung werde genau beobachtet. „Die Gruppe ist aufgrund der Verluste niedergeschlagen und wirkt angespannt“, sagte Bernhard. „Ob zudem auch medizinische Ursachen vorliegen, können wir noch nicht abschätzen.“
Die beteiligten Menschen wie auch Tiere müssten die Verluste verarbeiten, so Junhold. Die vier Gorillas sind demnach je nach Situation in den kommenden Tagen für Besucher nicht zu sehen. Für die Mitarbeiter soll es bei Bedarf Unterstützung geben.