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Öffentlichkeitsfahndung TV-Beitrag: Ist der Tochter-Mörder zurück in Deutschland?

Deutsche Ermittler vermuten einen mutmaßlichen Mörder im Irak. Wegen der Lage dort schließen sie nicht aus, dass der Mann Jahre nach der Tat an seiner eigenen Tochter zurückgekehrt sein könnte.

Von dpa 26.03.2025, 05:30
Die Suche nach dem Tochter-Mörder von Stolzenau geht auch im 14. Jahr nach der Tat weiter. (Archivbild)
Die Suche nach dem Tochter-Mörder von Stolzenau geht auch im 14. Jahr nach der Tat weiter. (Archivbild) picture alliance / dpa

Nienburg - Sie geben nicht auf: Mehr als 13 Jahre nach der Tat hoffen Ermittler, den mutmaßlichen Tochter-Mörder von Stolzenau doch noch zu fassen. Mit einem Beitrag in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ an diesem Abend soll der Fall aus dem Landkreis Nienburg/Weser erneut in das Gedächtnis der Bevölkerung zurückgeholt werden. 

Gesucht wird ein heute 48-Jähriger, der seine 13-jährige Tochter am 5. Dezember 2011 nach einem erfolglosen Versöhnungsgespräch auf der Straße mit einer Pistole erschossen hatte. Das Opfer starb noch am Tatort.

Mutmaßlicher Täter mit Familie im Irak? 

Nach der Tat soll der irakische Staatsangehörige in den Irak geflohen sein. Dort verliert sich nach Angaben der Ermittler die Spur. Ein halbes Jahr später sei auch die Ehefrau des Gesuchten mit ihren Kindern aus ihrer Wohnung in Ronnenberg bei Hannover verschwunden. Es gebe die Vermutung, dass sie dem Beschuldigten in den Irak gefolgt sein könnten.

In einer Ankündigung für den TV-Beitrag begründeten die Ermittler den erneuten Versuch mit der politischen Lage im Irak. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass der Gesuchte nach Deutschland oder in das europäische Ausland geflüchtet sein könnte.

Fall schon mehrmals im Fernsehen

Für die Beamten ist es aber nicht der erste Versuch, über einen Fernsehbeitrag zum Erfolg zu kommen. Der Fall war schon kurz nach dem Verbrechen und im September 2013 Thema in der ZDF-Sendung. Es gab jeweils Hinweise, aber keinen Durchbruch.