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  5. Storch: Fakten zu Alter, Baby-Nachwuchs, Klappern und Nest von Störchen

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Sieben Fakten Warum Störche wirklich klappern und andere erstaunliche Fakten

Einige brüten schon, andere suchen noch den passenden Partner für ihren Nachwuchs – die Rede ist vom Storch. Doch was steckt noch hinter den Vögeln außer dem Mythos, dass sie den Menschen die Kinder bringen? Wir beantworten sieben wichtige Fragen rund um den Storch.

Von Tim Müller Aktualisiert: 23.07.2024, 10:16
Störche nisten meist von April bis Anfang August.
Störche nisten meist von April bis Anfang August. Foto: Jens Büttner/dpa

Magdeburg/DUR – Von April bis Anfang August können sie wieder auf zahlreichen Häuserdächern beobachtet werden: Die Storchennester. In dieser Zeit beginnen die Tiere zu brüten und kümmern sich um ihren frisch geschlüpften Nachwuchs.

Doch was macht den Storch so besonders und werfen Störche oftmals ihren Nachwuchs aus dem eigenen Nest? Alles was Sie über den Storch wissen müssen, erfahren Sie hier.

Welche Besonderheiten hat der Storch?

Denkt man an einen Storch, dann kommt einem sofort das anmutige Aussehen des Weißstorches in den Kopf: Ein weißes Gefieder mit schwarzen Stellen an den Schwungfedern und Oberflügeldecken, sowie auffällige rote Beine und ein roter Schnabel.

Die Geschlechter kann man bei Störchen hingegen nur schwer unterscheiden, zumeist ist der Schnabel des Männchens etwas länger und stärker als der des Weibchens.

Wie lange lebt ein Storch?

Ein frei lebender Storch wird im Durchschnitt über zwanzig Jahre alt. Der älteste bekannte freilebende Weißstorch wurde sogar 33 Jahre alt – in Gefangenschaft liegt der Rekord gar bei 48 Lebensjahren.

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Wie lange kann ein Storch fliegen?

Störche sind sogenannte Zugvögel und fliegen nach ihrer Brutzeit im Herbst in den Süden. Dabei legen sie Entfernungen von bis zu 500 Kilometern täglich zurück und haben ein Durchschnittstempo von 50 Kilometern pro Stunde.

Wenn Störche ihre Spitzengeschwindigkeit erreichen, können sie bis zu 100 Kilometer in der Stunde zurücklegen.

Was bedeutet es, wenn der Storch klappert?

Jeder von uns hat wahrscheinlich schon einmal das Klappern eines Storches gehört. Aber warum machen Störche das eigentlich? Klappert ein Storch, dann gibt es dafür nur zwei Gründe: Entweder begrüßen sie gerade einen Artgenossen oder wollen einen Feind von ihrem Nest fernhalten.

Ein Weißstorchenpaar steht in einem Nest und verteidigt dieses bei einem Angriff eines weiteren Storches.
Ein Weißstorchenpaar steht in einem Nest und verteidigt dieses bei einem Angriff eines weiteren Storches.
Foto: Patrick Pleul/dpa

Wie lange bleibt ein Storchenpaar zusammen?

Bei Störchen handelt es sich nicht gerade um typische Romantiker. Im Normalfall bleiben diese nur für eine Paarungssaison zusammen und gehen danach getrennte Wege.

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Ihre wahre Liebe ist eigentlich das eigene Nest: Da Störche ihren alten Horst immer wieder gerne nutzen, treffen sie dadurch oft ihren Brutpartner vom Vorjahr wieder und bleiben so auch gerne schon mal über Jahre zusammen.

Warum werfen Störche ihre Jungen aus dem Nest?

Das Störche ihre Jungen aus dem Nest werfen, ist ein sehr verbreiteter Aberglaube! Trotzdem werden von Zeit zu Zeit tote oder schwer verletzte Jungvögel neben den Nestern gefunden – aber warum ist das so?

Zum einen versuchen Single-Störche oft brütenden Störchen den Horst wegzunehmen, wobei manchmal Jungstörche aus dem Nest fallen können. Zum anderen werfen Störche tote Jungtiere nach einigen Tagen aus dem Nest und schaffen so Platz für den verbliebenen Nachwuchs.

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Herrscht durch beispielsweise eine Dürreperiode aktuell Futterknappheit, so werfen die Eltern oft die kleinen, schwächlichen Jungen aus dem Nest. So soll das Überleben der stärkeren und gesunden Jungtiere gesichert werden.

Warum sagt man, der Storch bringt die Kinder?

„Da hat der Storch ein Baby gebracht“, erzählen Eltern oftmals ihrem noch nicht aufgeklärten Nachwuchs. Doch woher kommt die Idee, dass ausgerechnet der Storch die Kinder bringt?

Weißstörche gelten schon seit Jahrhunderten als Symbol für Glück. Selbst heutzutage werden noch auf vielen Häusern Wagenräder auf den Dächern angebracht, in der Hoffnung, dass ein Storch dort seinen Horst errichtet und somit dem Haus glückliche Zeiten beschert.

Außerdem wurde die Rückkehr der Störche im Frühjahr aus dem Süden oftmals mit neuem Leben verbunden. Darüber hinaus ist es nicht unüblich, Störche durchs Wasser waten zu sehen, was als Symbol für Fruchtbarkeit und ungeborenes Leben gesehen wird.

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Im 18. Jahrhundert, in einer Zeit in der Sexualität ein gesellschaftliches Tabuthema war und öffentlich totgeschwiegen wurde, tauchte der kinderbringende Storch das erste Mal auf. Statt sie aufzuklären, erfanden viele Eltern Geschichten und die des kinderbringenden Klapperstorchs setzte sich dabei durch.

In anderen Ländern gibt es ähnliche Geschichten: In Frankreich wird Kindern erzählt, dass die Babys aus Kohlköpfen wachsen würden und die ägyptische Geburtsgöttin Heket wird allgemein als Frosch dargestellt.