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Rassismus-Vorwürfe Rassismus-Vorwürfe: "H&M" nimmt umstrittenen "Monkey"-Hoodie aus dem Sortiment

09.01.2018, 13:47
Dieses bearbeitete Version der H&M-Werbung postete LeBron James auf Instagram.
Dieses bearbeitete Version der H&M-Werbung postete LeBron James auf Instagram. Instagram/LeBron James

Stockholm - Nach heftiger Kritik an einer als rassistisch empfundenen Werbung hat die schwedische Modekette H&M einen umstrittenen Kapuzen-Pullover aus dem Sortiment genommen. Nicht nur das Foto des Kleidungsstücks, sondern auch das Sweatshirt selbst seien nicht mehr verfügbar, erklärte der Konzern am Dienstag beim Kurzmitteilungsdienst Twitter.

Zuvor hatte auch der US-Basketballstar LeBron James H&M scharf kritisiert.

Auf der Website des Labels war am Montag noch vorübergehend ein kleiner dunkelhäutiger Junge in einem grünen Kapuzen-Pulli abgebildet, der den Schriftzug „Coolest Monkey in the Jungle“ (Coolster Affe im Urwald) zeigte.

H&M entschuldigte sich „bei jedem, den dies verletzt hat“ und änderte die Werbung. Ein Foto des Kapuzen-Pullis ohne den Jungen stand jedoch zunächst weiter zum Kauf online.

NBA-Superstar LeBron James veröffentlichte am Dienstag bei Instagram eine Fotomontage, die den Jungen mit einer Krone auf dem Kopf zeigte, der Schriftzug auf dem Shirt war ebenfalls von einer Krone überdeckt. Dazu schrieb der Sportstar: „Ich sehe einen jungen König! Den Herrscher der Welt, eine unantastbare Kraft, die niemals angezweifelt werden kann!“ 

Afroamerikaner müssten stets Hindernisse überwinden, gegen Vorurteile ankämpfen und härter für Anerkennung arbeiten als andere, schrieb James.

Auch der belgische Fußballprofi Romelu Lukaku meldete sich mit einem bearbeiteten Foto zu Wort. Darauf ist der „Monkey“-Aufdruck auf dem Pullover ersetzt durch den Spruch „Black is Beatiful“. (afp)