Weihnachtsmarkt in Magdeburg Nach Anschlag: Sonderausschuss untersucht Sicherheitskonzept
700 Seiten wurden den Mitgliedern des Sonderausschusses ausgehändigt. Nach dem Anschlag in Magdeburg geht es um das Sicherheitskonzept der Stadt. Welche Schlüsse für die Zukunft lassen sich ziehen?

Magdeburg - Mehr als zwei Monate nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt mit sechs Toten hat ein Sonderausschuss im Rathaus von Magdeburg mit der Aufarbeitung begonnen. Ziel sei es, die städtischen Sicherheitsvorkehrungen und das Sicherheitskonzept zum Weihnachtsmarkt zu analysieren, sagte Oberbürgermeisterin Simone Borris (parteilos) zum Beginn des Sonderausschusses. Es gehe darum, daraus Schlussfolgerungen für weitere Veranstaltungen in der Stadt zu ziehen. Den Mitgliedern des Sonderausschusses wurden rund 700 Seiten Unterlagen ausgehändigt.
Ergebnisse sollen bis Herbst vorliegen
Bei dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt kurz vor Weihnachten wurden sechs Menschen getötet und rund 300 zum Teil schwer verletzt. Ein 50 Jahre alter Arzt aus Saudi-Arabien war mit einem Auto durch die Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt gerast.
Vor zwei Wochen hatte bereits ein Parlamentarischer Untersuchungsausschuss im Landtag von Sachsen-Anhalt seine Arbeit aufgenommen. Dabei geht es nicht nur um das Sicherheitskonzept der Stadt, sondern unter anderem auch um das polizeiliche Einsatzkonzept.
Der Sonderausschuss des Stadtrats von Magdeburg will bis zum Herbst seine Erkenntnisse veröffentlichen.