Verkehr Muldebrücke an der A14 wächst - entscheidende Phase beginnt
2.300 Tonnen Stahl in Bewegung: Der Bau der neuen Muldebrücke bei Grimma macht Fortschritte. Bis 2028 soll das Projekt abgeschlossen sein.

Grimma - Der Bau der neuen Muldebrücke an der Autobahn 14 bei Grimma macht Fortschritte: Die Brücke wird schrittweise über den Fluss geschoben. „Aktuell läuft der sechste von insgesamt sieben Verschüben der neuen Muldebrücke Grimma wie geplant“, sagte der Projektleiter des Fernstraßenbau-Unternehmens Deges, Bernd Urbank. Am Donnerstag begann der nächste Bauabschnitt: Die derzeit 2.300 Tonnen schwere Brücke wird im sogenannten Taktschiebeverfahren rund 100 Meter über das Muldental geschoben.
„Für Ende April planen wir den letzten Verschub, senken die Brücke auf die Pfeiler ab und starten mit dem Bau der Fahrbahn“, erklärte Urbank. Im Sommer 2026 soll der Verkehr auf den ersten Überbau verlegt werden. Anschließend wird die alte Brücke abgerissen und der Bau des zweiten Überbaus gestartet.
Die alte Muldebrücke stammt aus den frühen 1970er Jahren und ist aufgrund des zunehmenden Verkehrs, insbesondere durch schwere Lkw, stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Deshalb soll sie nun durch eine neue Brücke ersetzt werden. Der Bau der 361 Meter langen Konstruktion begann im Oktober 2022 und soll bis 2028 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 80 Millionen Euro und werden vom Bund getragen. Einer Verkehrsprognose zufolge werden im Jahr 2030 täglich 45.700 Fahrzeuge über die neue Brücke rollen.