1. MZ.de
  2. >
  3. Panorama
  4. >
  5. Gesundheit: Ministerin setzt bei Klinikreformen auf kooperative Planung

EIL

Gesundheit Ministerin setzt bei Klinikreformen auf kooperative Planung

Viele Krankenhäuser stehen finanziell unter Druck. Eine angeschobene Klinikreform zieht sich hin. In Sachsen-Anhalt will Gesundheitsministerin Grimm-Benne den Prozess nun voranbringen.

Von dpa 02.04.2025, 16:51
Sucht den Dialog mit den Kliniken: Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne. (Archivbild)
Sucht den Dialog mit den Kliniken: Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne. (Archivbild) Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Magdeburg - Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne will die Neuaufstellung der Krankenhauslandschaft in Sachsen-Anhalt gemeinsam mit den Kliniken gestalten. „Wir setzen auf eine kooperative Planung“, sagte die SPD-Politikerin. Demnach sollen an Standorten, an denen Leistungskonzentrationen angedacht sind, zum Beispiel bilaterale Gespräche oder regionale Workshops stattfinden. „Die Krankenhausplanung ist ein Kraftakt, den wir nur gemeinsam bewältigen können“, so Grimm-Benne.

Derzeit gibt es in Sachsen-Anhalt 44 Krankenhäuser an 53 Standorten. Alle Standorte sollen für die Gesundheitsversorgung aufrechterhalten werden, es stehen jedoch Reformen an. Viele Kliniken stehen finanziell unter Druck. Personal-, Sach- und Energiekosten sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Mit einer Krankenhausreform soll gegengesteuert werden. Zudem sind stärkere Spezialisierungen der Kliniken geplant.

Erste Ergebnisse präsentiert

Auch wenn unter einer neuen Bundesregierung noch gesetzliche Änderungen folgen könnten, will Grimm-Benne das Verfahren nun vorantreiben. „Unsere Ziele sind weiterhin eine sichere Versorgung, auch im ländlichen und bevölkerungsärmeren Raum und eine hohe Behandlungsqualität“, sagte die Ministerin. „Es geht um eine qualitativ hochwertige und zugleich wirtschaftlich tragfähige Krankenhausstruktur.“

Grimm-Benne präsentierte am Mittwoch in Magdeburg vor Vertretern von Krankenhäusern, Kommunen, Krankenkassen und Ärzten erste Ergebnisse einer Analyse. „Im Ergebnis wurde die bestehende Krankenhauslandschaft in Sachsen-Anhalt in Leistungsgruppen abgebildet und von der Planungsbehörde ausgewertet“, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Ziel sind einheitliche Qualitätsvorgaben

Grundlage der neuen Finanzierung von Kliniken durch die Krankenkassen sollen neue Leistungsgruppen sein, die den Krankenhäusern zugewiesen werden. Ziel der Reform des Bundes ist es, Behandlungen genauer zu beschreiben und bundeseinheitliche Qualitätsvorgaben zu setzen – etwa beim Fachpersonal oder der Behandlungserfahrung.