Waffenbesitz Mann muss nach Grenzkontrolle ins Gefängnis
Bei den vorübergehend wieder eingeführten Grenzkontrollen ist der Polizei ein Straftäter ins Netz gegangen. Gesucht wurde er wegen einer früheren Verurteilung.

Bad Bentheim (dpa/lni)- Bei den Grenzkontrollen zu den Niederlanden hat die Bundespolizei einen per Haftbefehl gesuchten Mann gefasst. Der 37-jährige Pole sei umgehend ins Gefängnis gekommen, teilte die Bundespolizei mit. Aufgefallen sei er in der Nacht bei einer Kontrolle eines aus den Niederlanden kommenden Kleintransporters auf dem Rastplatz Bentheimer Wald an der Autobahn 30.
Der Mann war den Angaben zufolge 2021 wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz zu einer Geldstrafe in Höhe von 600 Euro verurteilt worden. Da er die Strafe nicht beglichen habe, wurde er per Haftbefehl gesucht. Da er auch bei der Kontrolle nicht in der Lage war, die Strafe zu begleichen, wurde er in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Ihm drohen jetzt 30 Tage Ersatzfreiheitsstrafe.
Im vergangenen September hatte Deutschland die bereits laufenden Kontrollen im Osten und Süden der Republik auf die Grenzen zu Dänemark, den Niederlanden, Belgien und Luxemburg ausgeweitet. Die stationären Kontrollen wurden damals mit illegaler Zuwanderung sowie dem Schutz vor islamistischen Terroristen und grenzüberschreitender Kriminalität begründet. Inzwischen kündigte die Bundesregierung an, die im März auslaufende Sonderregelung um sechs Monate bis zum 15. September zu verlängern.