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Schifffahrt Leuchttürme als Navigationshilfe noch immer wichtig

Leuchttürme sind prägend für die Küstenregionen und ziehen zahlreiche Touristen an. Doch auch als Orientierungspunkte für Berufsschiffer und Freizeitskipper haben sie nicht ausgedient.

Von dpa 05.04.2025, 05:00
Viele Leuchttürme sind wichtige Navigationshilfen und touristische Attraktionen zugleich (Archivbild).
Viele Leuchttürme sind wichtige Navigationshilfen und touristische Attraktionen zugleich (Archivbild). Stefan Sauer/dpa

Tönning/Pilsum/Warnemünde - Leuchttürme als Navigationshilfen für die Schifffahrt sind auch in Zeiten von GPS, Radar und Co. noch unverzichtbar. „Als visuelle Schifffahrtszeichen tragen sie zur Sicherheit der Navigation und Positionsbestimmung bei, weil sie unabhängig von elektronischen und satellitengestützten Systemen sind“, sagte eine Sprecherin der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV).

Rund 200 Leuchttürme beziehungsweise Leuchtfeuer werden den Angaben zufolge an den deutschen Küsten und an den großen schiffbaren Flüssen als Schifffahrtszeichen genutzt. Sie seien Teil einer umfassenden Verkehrssicherung, sagte die WSV-Sprecherin. 

Leuchttürme sind mehr als Navigationshilfen 

Manche Leuchttürme sind dabei wahre Kunstwerke, andere eher zweckmäßige Funktionsbauten. Eines haben aber alle gemeinsam: Ihr Licht weist Schiffen den sicheren Weg, und auch tagsüber können sie als visuelle Navigationshilfe dienen. Sie markieren Fahrrinnen durch das Watt und dienen als Navigationspunkte für die Hochseeschifffahrt. Die Lichtsignale helfen den Seeleuten bis heute, die Position ihres Schiffes zu bestimmen. 

Die charakteristischen Türme sind aber mehr als nur Seezeichen. Sie sind beliebt zum Wohnen, Urlaub machen, Heiraten oder einfach als Fotomotiv. Auch Touristiker im Norden werben gerne mit Bildern von Leuchttürmen. Viele Leuchttürme stehen unter Denkmalschutz.

Den klassischen Leuchtturmwärter gibt es nicht mehr

Überwacht und gesteuert werden die Bauwerke von den Verkehrszentralen an den Küsten, wie die WSV-Sprecherin mitteilte. Diese Überwachung umfasse beispielsweise die Funktion des Leuchtmittels und die Kennungsgebung, die elektrische Energie und die Schaltung der Leuchttürme und Leuchtfeuer nach der astronomischen Uhr. Den klassischen Leuchtturmwärter gibt es seit vielen Jahren nicht mehr. 

Auf einigen Leuchttürmen wird das Bauwerk und die Infrastruktur nach WSV-Angaben für weitere Dienste mitgenutzt etwa als Antennenträger.

Auch neue Leuchttürme würden gebaut, sagte die Sprecherin: „Die nautische Bedeutung und Notwendigkeit bei den bestehenden Leuchttürmen ist groß, sodass beispielsweise bei Veränderungen von Fahrwassern Leuchttürme an anderen Orten gebaut werden müssen.“