Landwirtschaft Frühjahrsbestellung in Thüringen weitgehend abgeschlossen
Im Frühjahr haben die Bauern viel zu tun: säen, düngen, Herbstpflanzungen pflegen. In Thüringen liefen die Arbeiten bisher nach Plan, sagt der Bauernverband.

Erfurt - Thüringens Bauern haben die Frühjahrsbestellung weitgehend geschafft. Die Arbeiten nach Erwachen der Natur lägen in großen Teilen des Landes im Plan, teilte der Bauernverband auf Anfrage in Erfurt mit. „Die Flächen sind bestellt, die Temperaturen auf einem guten Niveau. Nun muss es in den nächsten Wochen ausreichend Niederschlag geben, damit sich die Kulturen gut entwickeln können“, sagte eine Sprecherin des Bauernverbands.
In den Boden gebracht wurden Sommerkulturen wie Sommergerste, Ackerbohne und Zuckerrübe. Die Thüringer Landwirte seien derzeit zuversichtlich, dass eine gute Ernte eingefahren werden kann.
Die meisten Kulturen, die bereits im Herbst ausgesät wurden, seien nach Einschätzung von Fachleuten gut ins Frühjahr gekommen. Weil nicht überall im Freistaat die Aussaat im Herbst wegen Feuchtigkeit rechtzeitig erfolgen konnte, hätten sich einige Kulturen mit zwei bis drei Wochen Verzögerung entwickelt. Die Herbstkulturen seien inzwischen auch mit Dünger versorgt worden.
Getreide auf der Hälfte der Ackerfläche
Trotz der anhaltenden Trockenheit seien die Böden in den obersten Schichten noch mit Wasser versorgt, so der Bauernverband. Für eine gute Entwicklung der Pflanzen hofften die Bauern in den nächsten Wochen auf regelmäßige Niederschläge. Sonst werde der Bodenwasservorrat aufgebraucht und die Pflanzen litten unter Trockenstress.
In Thüringen werden jährlich mehr als die Hälfte der Ackerfläche mit Getreide bestellt. Nach einer Prognose des Statistischen Landesamtes wurden im Herbst auf rund 373.900 Hektar im Freistaat verschiedene Getreidesorten ausgesät. Damit stieg die Anbaufläche um 12.600 Hektar oder drei Prozent. Den größten Anteil hat Winterweizen mit einer Fläche von 185.300 Hektar - einem Plus von elf Prozent.