Statistik Brandenburgs Erwerbstätige leisten mehr Arbeit
Weniger Krankheit, mehr Nebenjobs: In Brandenburg wurden 2024 mehr Arbeitsstunden geleistet als im Vorjahr. Besonders in einer Branche arbeiten die Erwerbstätigen mehr.

Potsdam - Die Erwerbstätigen in Brandenburg haben 2024 mehr gearbeitet als im Vorjahr. Pro Kopf nahm die Arbeitszeit um 0,5 Prozent zu und stieg damit um 7 Stunden auf 1.376 Stunden, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte. Insgesamt stieg die gesamte Arbeitszeit demnach auf 1,58 Milliarden Arbeitsstunden - der erste Anstieg seit 2021.
Erwerbstätige in Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei arbeiteten den Daten zufolge pro Kopf 3,7 Prozent mehr. Im verarbeitenden Gewerbe erhöhte sich die Arbeitszeit für jeden Menschen um 1,5 Prozent, im Dienstleistungsbereich um 0,4 Prozent. Zurück ging die Arbeitszeit für Erwerbstätige im Baugewerbe (minus 0,5 Prozent).
Arbeitnehmerinnen und -nehmer fielen 2024 seltener wegen Krankheit aus und nahmen vermehrt Nebenjobs auf, wie es hieß. Gleichzeitig gab es laut Statistik mehr Teilzeit-Beschäftigte als im Vorjahr.
Im langfristigen Vergleich liege die Zahl der Arbeitsstunden in Brandenburg mit 1,58 Milliarden unter dem Niveau des Jahres 2000 mit rund 1,74 Milliarden geleisteten Arbeitsstunden, weil die Pro-Kopf-Arbeitszeit sank. Brandenburg reiht sich dem Amt zufolge damit in einen bundesweiten Trend ein.