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Fußball-Nachwuchs Fußball-Nachwuchs: Der entscheidende Schritt

Von philip thomisch 16.04.2013, 17:10

aschersleben/MZ - Ein langer Weg ist es, den Nachwuchsfußballer durch oft mehrere Jahrgänge gehen müssen, um an ihr Ziel zu gelangen: einen Platz im Männerteam. Was die Nachwuchsarbeit bei Lok Aschersleben dabei von anderen unterscheidet? Diese Frage kann A-Jugendtrainer Bernd Kaiser aus dem Stegreif beantworten: „Wir sind hier bestrebt, lückenlos in Landesligamannschaften auszubilden. Dafür halten wir das Niveau so hoch wie möglich“, so der Coach, der gleichzeitig auch Nachwuchsabteilungseiter ist, „hier finden die Kinder und Jugendlichen beste Bedingungen vor. Wir können Trainings- und Spielzeiten immer abdecken.“

Zwei Talente, ein Ziel

Dass solch eine Zusage an die eigens herangezogenen Fußballer Früchte tragen muss, ist klar. Für Kaiser - in seiner Rolle als Übungsleiter der A-Junioren - tat es das am Wochenende auch: Seine Kicker gewannen auf heimischem Rasen mit 4:2 gegen die SG Darlingerode/Drübeck/Ilsenburg und schauen in der Tabelle nach oben. „Die Mannschaft hat noch die Perspektive, in die Verbandsliga aufzusteigen“, stellt der Trainer klar, „dort könnte man den Schritt in den Männerbereich leichter machen.“

Gelingen könnte das bald dem Ascherslebener Mittelfeldspieler Philipp Schütze. Der erzielte am Sonntag zwei Tore und trug damit maßgeblich zur Wiedergutmachung bei, die seine Lok-Elf bot. Schließlich hatte man das Hinspiel bei der SG verloren. Schütze, der als wahrer Mittelfeldallrounder gehandelt wird, ist beidfüßig stark.

Genau wie er ist auch Teamkapitän Dominik Pahl auf dem Weg in die erste Mannschaft. Vier weitere Kandidaten sieht man im Kreis, der sich in der zweiten Mannschaft beweisen muss. Die Qualität stimmt. Nicht zuletzt deswegen macht man sich bei Lok Verbandsliga-Hoffnungen, will am Saisonende auf dem zweiten Platz landen. „Mit der A- und auch der B-Jugend“, erklärt Bernd Kaiser, „möchten wir über eine Grenze gehen. Das bedeutet: Nicht mehr nur lernen, sondern leistungsorientiert besser werden.“

Ziel der Lok-Jugend: Verbandsliga

Dass diese Vorgabe bereits funktioniert hat, können seine Schützlinge an den nächsten Spieltagen in den Duellen gegen die direkte Tabellenkonkurrenz unter Beweis stellen. Eine ähnliche Situation herrscht bei der C-Jugend vor: Das Team auf Platz zwei - der Tabellenführer heißt Magdeburg. Den Rückstand konnte die Mannschaft von Trainer Marcel Krusch beim 2:0-Sieg gegen Sudenburg auf nun fünf Punkte verkürzen. „Ich sehe den Aufstieg nicht als Pflicht an“, kommentierte der den Erfolg, „aber Lok Aschersleben ist schon in letzter Zeit zu einem Aushängeschild in Sachen Nachwuchsarbeit gewachsen. Wir möchten mit den Großfeldteams in die Verbandsliga.“

Seine Spieler hätten sicher nichts dagegen. Denn auch durch einen U-14-Aufstieg könnte man ihn machen - den nächsten Schritt in der eigenen Entwicklung.