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Fußball-Kreisliga Süd Fußball-Kreisliga Süd: Stotterstart statt Vollgas

Von erik schmidt 15.09.2014, 19:17
Sascha Geist (schwarzes Trikot) fertigte mit seinen Schadelebenern im Duell der Grün-Weißen die Gierslebener deutlich ab.
Sascha Geist (schwarzes Trikot) fertigte mit seinen Schadelebenern im Duell der Grün-Weißen die Gierslebener deutlich ab. thomas tobis Lizenz

aschersleben/MZ - Der Punktspielbetrieb hatte sich in der Vorwoche noch einmal eine Auszeit genommen, doch nun fiel der Auftakt zur ersten heißen Saisonphase. Dass aller Anfang schwer ist, mussten die Teams aus der Ascherslebener Region am zurückliegenden, dritten Spieltag erkennen. Mit dem SC Seeland (3:3 bei Askania Bernburg III), dem SV Grün-Weiß Giersleben (0:8 in Schadeleben) und Saxonia Gatersleben (2:3 in Preußlitz) warten gleich drei Mannschaften nach wie vor auf ihren ersten Dreier. Dort heißt es momentan: Stotterstart statt Vollgas. Einzig der SV Rotation Aschersleben scheint nach einem 3:1-Erfolg beim Froser SV Anhalt seine Spur bereits gefunden zu haben.

Zu viele Gegentreffer

„Wir hatten uns aus den ersten Partien natürlich mehr erhofft“, erklärt Robert Ebers, Mannschaftskapitän beim SC Seeland. Der von vielen Experten hochgehandelte Vorjahreszweite ging auch in seinem dritten Saisoneinsatz in Führung, erzielte wiederum drei Treffer, verspielte aber in der Schlussphase den Sieg. „Wir sind in der Defensive noch nicht souverän genug und kassieren zu viele Gegentreffer“, erklärt Ebers. Das vor allem der Ausgleichstreffer durch Andy Martin (85.), ehemaliger Akteur des SV Lok Aschersleben und somit auch Teamkollege einiger Seeland-Kicker, aus einem umstrittenen Strafstoß resultierte, passt zu derzeitigen Situation. „Leider konnten wir noch nicht kontinuierlich in einer Formation zusammen spielen, so dass das Ganze wachsen kann“, erklärt Ebers.

Im Angriff ist von Abstimmungsschwierigkeiten jedoch nichts zu spüren. Florian Baerbock (6.) und Max Werner (25.) trafen, allerdings konnte Bernburg (14., 26.) jeweils ausgleichen. Auch der dritte Führungstreffer, erneut war es Torjäger Max Werner (56.), reichte nicht zum Sieg. „Uns sollte es endlich gelingen die Null zu halten, dann würden drei Tore auch genug sein für einen Dreier“, so Robert Ebers.

Gerade einmal einen Treffer hatte der SSV Grün-Weiß Schadeleben vor diesem Spieltag auf dem Konto. Gegen stark ersatzgeschwächte Gierslebener, die die Partie verletzungsbedingt mit zwei Spielern weniger beenden mussten, wurde die Torausbeute deutlich verbessert. Dreimal Dennis Behrendt (24./49./50.), zweimal Marius Kern (41./88.) sowie Tino Stammer (5.), Marco Allner (44.) und René Mähnert (67.) schossen den Kantersieg heraus. „Das Ergebnis hätte noch höher ausfallen können“, sagt SSV-Coach André Neumann und fügt hinzu: „Jedoch wollen wir den Sieg auch nicht überbewerten.“

Zu groß sind aktuell die Probleme, besonders personeller Natur, beim Absteiger aus Giersleben. Die Mannschaft von Trainer Werner Brähmer sollte dringend die Kurve bekommen, will sie nicht durchgereicht werden. Dass dies schnell gehen kann, beweist der Gegner. Schon im Pokal war beim SSV eine Steigerung zu den enttäuschenden Ergebnissen der ersten beiden Spieltage zu erkennen. „Jetzt haben wir endlich Punkte gesammelt, sind aber noch längst nicht da, wo wir hinwollen“, sagt Neumann.

Bei Rotation Aschersleben fühlt man sich in der derzeitigen Tabellenregion schon recht wohl. Nach dem Sieg in Frose rangieren die Ascherslebener auf Platz vier. Sieggarant war einmal mehr das neue Sturmduo und ein Doppelschlag nach der Pause.

Halbzeitführung nicht genug

In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit ging der Gastgeber nach einer Standardsituation durch Sven Ottenroth (33.) in Führung. Die Umstellungen in der Pause von Rotation-Trainer Henry Voß fruchteten schnell. Mit Benjamin Fischer (46.) traf Neuzugang Nummer eins zum Ausgleich, Martin Koch (49.) erhöhte kurz darauf auf 2:1. Von diesem Schock sollte sich der FSVA nicht mehr erholen. Marcel Hätsch (76.), Neuzugang Nummer zwei, brachte den Sieg schließlich unter Dach und Fach. „Wir haben unsere Lehren aus der letzten Niederlage gezogen und verdient gewonnen“, so Voß.

Wie Frose ließ sich auch Gatersleben eine Halbzeitführung aus der Hand nehmen - Daniel Reuter (36.) und Tim Bollermann (39.) hatten getroffen - und ging somit, nach zwei Punkteteilungen zuvor, erstmals als Verlierer vom Platz.