Volleyball Volleyball: Volleyball statt Opernball
spergau/MZ. - "Wir haben besseres zu tun", sagte Dresden-Trainer Sven Dörendahl und verweist auf das Training seiner Mannschaft. Dabei geht es um die Vorbereitung für die Auswärtspartie am Samstagabend um 19.30 Uhr in der Spergauer Jahrhunderthalle. Da bittet nämlich der CV Mitteldeutschland zum Tanz, aber nicht im Drei-Viertel-Takt - schneller und emotionaler wird es in diesem mitteldeutschen Derby wohl zur Sache gehen.
In der 1. Volleyball-Bundesliga geht es für die Sachsen in der Hauptrunde der Bundesliga nur noch um die "goldene Ananas", wie VC-Sprecher Rolf Hiecke mitteilte, denn die Dresdner können sich auf ihrer zehnten Tabellenposition nicht mehr verbessern. Allerdings will sich das Team für die Playoff-Qualifikationsrunde vorbereiten und dafür Selbstvertrauen tanken.
Doch gegen die Piraten rechnen sich die Elbestädter im mitteldeutschen Derby kaum Erfolgschancen aus. "Wir sind ganz deutlicher Underdog", stellte Dörendahl klar. "Schon im Hinspiel hat uns Jairo Hooi ein schweres Leben bereitet", erinnert sich Döhrendahl an den Mittelblocker des CVM. Die Partie gewannen die Piraten in Dresden mit 3:0. "Und Erik Shoji ist meiner Meinung nach der beste Libero der Liga." Auch Außenspieler Sebastian Hähner und Diagonalspieler Christoph Helbig können laut Dörendahl eine Klasse für sich sein. "Wenn nur drei von den vier Spielern einen guten Tag erwischen, dann wird es für uns schwer am Samstag", so der VC-Trainer.
Ehrfürchtig blicken die Dresdner auf die letzten Erfolge der Piraten zurück: Der 3:0-Sieg gegen den VfB Friedrichshafen vor zwei Wochen sei kein Zufall gewesen und habe auch nicht an der Schwäche des Gegners gelegen, heißt es auf der Internetseite des Vereins.
Die Favoritenrolle liegt damit klar auf Seiten der Spergauer. Doch damit fühlt sich der Gastgeber keineswegs wohl: "Für uns ist das ein sehr schweres Spiel. Wenn wir dann eine Phase haben sollten, in der es nicht läuft, wird der Druck natürlich hoch sein", sagt CVM-Manager Rick Wiedersberg. Eine Niederlage wäre eine herbe Enttäuschung für seinen Verein und auch ein Rückschlag im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation. Dafür ist Platz sechs in der Hauptrunde die Mindestanforderung.
Umgekehrt würde ein Heimsieg am Samstag dieses Saisonziel in greifbare Nähe bringen: "Wenn wir gewinnen, dann sind wir so gut wie durch", rechnet Wiedersberg vor. Aber der Manager hat auch gesehen, dass Dresden in der Vorwoche gegen den Tabellenfünften Bühl erst im Tie-Break verloren hatte. Die Piraten sind also gewarnt, auch wenn der VC Dresden lediglich eine Punktbilanz von 4:28 vorweisen kann. "Wir müssen einfach so weitermachen wie bisher", fordert Wiedersberg. Heißt: Einfach wieder den Takt vorgeben.