Fußball Fußball: Leidvolle Siege für Imo Merseburg und Farnstädt
Farnstädt/Merseburg/MZ/CS/DS. - Die vorzeitige Feier blieb aus. Der VfB Imo Merseburg ist noch nicht aufgestiegen. Er muss bis nächsten Samstag warten, wenn am finalen Spieltag ein Sieg alle Eventualitäten beiseite wischt. Der Erfolg beim Nietlebener SV am vergangenen Samstag stand nie in Frage. So aber auch der Heimsieg von Blau-Weiß Farnstädt.
Petrick bricht sich Gesichtsknochen
Das letzte Auswärtsspiel des VfB Imo Merseburg kam mit früher Freude und frühem Schrecken daher. Man sah der Mannschaft an, dass sie gewillt war, von Beginn das Spiel zu kontrollieren. Problematisch gestalteten sich jedoch die Bodenverhältnisse, die dem gewohnten Aufbauspiel des VfB nicht entgegen kamen. Nichts desto trotz traf Felix Hiller bereits nach neunzehn Minuten zum 1:0. Er verwertete einen Freistoß von Christopher Luther, der nach langer Verletzungspause rechtzeitig zum Saisonendspurt ins Team zurückgekehrt war.
In der 25. Min. überschattete jedoch eine schwere Kopfverletzung Michel Petricks die Partie. Bei einem Zweikampf prallte er mit dem Kopf seines Gegenspielers zusammen. Petrick zog sich einen Jochbeinbruch, Nasenbeinbruch sowie einen Kieferbruch zu. Er wurde am Samstag noch operiert. "Er hat großes Pech gehabt. Es geht ihm nicht gut", sagte Merseburgs Trainer Marco Imhof, der kurz mit Michel Petrick sprechen konnte. Einfluss auf den Ausgang des Spiels hatte der tragische Ausfall des Führungsspielers Petrick nicht. In der 34. Minute erhöhte Hiller per Kopf auf 2:0. Kurz vor dem Pausenpfiff steckte der Doppeltorschütze einen Pass auf Alexander Palme durch, der den Ball über den Schlussmann zum 3:0 ins Netz chipte. Im zweiten Durchgang nahm der VfB etwas das Tempo aus der Partie, blieb aber in jeder Phase Herr der Lage. Trainer Imhof war im Nachhinein hochzufrieden mit seiner Mannschaft. "Wir haben klar dominiert und man hat dem Team nicht angemerkt, unter was für einem Druck es stand", sagte er. Dies muss die Mannschaft noch ein weiteres Mal schaffen. "Den einen kleinen Schritt müssen wir noch gehen", sagte Imhof, "dann sind wir am Ziel."
Gola erleidet Schädelbasisbruch
Dass es am kommenden Samstag zum Showdown kommt, liegt an den Siegen Blau-Weiß Farnstädts und des SV Dessaus, der durch das 2:1 beim FSV Hettstedt auch noch Chancen auf den Sprung in die Verbandsliga hat.
Farnstädt verabschiedete sich so von den Fans, wie man es vom heimstärksten Team der Liga erwartet. Mit einem klaren Sieg. 4:1 setzten sich die Blau-Weißen gegen den Naumburger SV durch. Doch auch hier lagen Freud und Leid nah beieinander. Nico Gola erlitt bei einem Zusammenprall mit einem Naumburger Spieler in der 67. Minute einen Schädelbasisbruch und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Da war das Spiel jedoch schon entschieden. Christian Heditzsch hatte mit einem frühen Doppelpack (2., 4.) die Zeichen schnell auf Sieg gestellt. Nach einigen aussichtsreichen Möglichkeiten der Gäste, wischte Sebastian Johns Tor zum 3:0 in der 40. Minute jegliche Zweifel weg, es könnte nichts werden mit dem Heimsieg. Naumburg kam in Hälfte zwei durch Stefan Schulze zum 1:3 (61.). Farnstädt tat nicht mehr viel für die Partie, aber Naumburg war nicht in der Lage, entscheidenden Druck aufzubauen. So gelang Farnstädt durch den eingewechselten Lars Möbius per Kopf das 4:1 (85.). Kurz vor Spielende sah Naumburgs Patrick Heldt nach Foul an Alexander Swientek die Rote Karte.