1. MZ.de
  2. >
  3. Mitteldeutschland
  4. >
  5. Landkreis Wittenberg
  6. >
  7. Volleyball: Volleyball: Aufsteiger erfüllt sich einen Traum

Volleyball Volleyball: Aufsteiger erfüllt sich einen Traum

Von Thomas Tominski 14.12.2015, 08:21
MTV-Angreifer Mario Mollenhauer wurde von den Trainern zum „Wertvollsten Spieler“ des Regionalliga-Gipfeltreffens gewählt.
MTV-Angreifer Mario Mollenhauer wurde von den Trainern zum „Wertvollsten Spieler“ des Regionalliga-Gipfeltreffens gewählt. Archiv/thomas klitzsch Lizenz

Wittenberg - „Wir haben uns einen Traum erfüllt“, sagt Trainer Ulf Jonas nach dem knappen 3:2-Sieg (25:21, 25:15, 23:25, 19:25, 15:13) im Gipfeltreffen bei der SG Rotation Prenzlauer Berg und bezeichnet den Verlauf der Hinrunde als Sensation. „Keiner hat uns zugetraut, dass wir als Aufsteiger am Ende des Jahres auf dem ersten Platz stehen“, fügt er an und verrät, dass die Stimmung nach dem Abpfiff „sehr ausgelassen“ war.

Spitzenreiter MTV Wittenberg zeigt vor allem in den ersten beiden Sätzen, wer der Chef in der Volleyball-Regionalliga ist. Das Team um Raik Zischkale hält den Verfolger immer auf Distanz und steht im dritten Durchgang kurz davor, das Gipfeltreffen schnell zu beenden. Doch Prenzlauer Berg ändert das System und setzt in der Angriffsmitte die entscheidenden Akzente. „Wir hatten es in der Hand, als 3:0-Gewinner vom Parkett zu gehen“, blickt Jonas zurück. Wittenberg versucht alles, um den vierten Satz für sich zu entscheiden. Selbst der Wechsel auf der Zuspieler-Position - Tim Becker kommt für Zischkale - bringt nicht den gewünschten Erfolg. In der Pause schwört sich die Mannschaft, nicht als Verlierer vom Parkett zu gehen.

Im Tie-Break setzen beide Mannschaften auf Risiko. Der MTV führt beim letzten Wechsel zwar 8:6, spürt in der Folgezeit aber stets den Atem des Verfolgers (13:12). Beim 15:13 ist es endlich geschafft: Die Mannschaft aus der Lutherstadt tanzt sich nach dem Abpfiff das letzte Quäntchen Frust von der Seele, Jonas nennt es einen „Stimmungskreis“. Der Coach sucht nach dem Erfolg nicht nach dem Haar in der Suppe. Aufgrund des Fehlens von Sebastian Kluge haben Mario Mollenhauer und Benjamin Schenke immerhin fünf Sätze Außenangriff gespielt. „Das ist schon hammerhart. Irgendwann ist die Kraft zu Ende“, meint der 47-Jährige. Für Mollenhauer hat sich der Dauereinsatz doppelt ausgezahlt. Neben dem Sieg nahm er noch die Ehrung „Wertvollster Spieler“ mit nach Hause.

Die Tabellenführung ist für Jonas und seine Schützlinge eine schöne Momentaufnahme, die man bei der Weihnachtsfeier am 18. Dezember ordentlich begießen will. Nach Weihnachten steigt die Mannschaft wieder in den Trainingsbetrieb ein, da bereits am 9. und 16. Januar die Partien gegen CV Mitteldeutschland II (4.) und den TSV Spandau (2.) auf dem Programm stehen. „Das ist höchstwahrscheinlich das nächste Gipfeltreffen“, meint der Chefcoach, der weiß, dass sich die Berliner den Aufstieg auf die Fahnen geschrieben haben. Das Hinspiel hat der MTV 3:2 gewonnen. (mz)