Einbürgerung Landkreis heißt Neubürger willkommen
Landrat Christian Tylsch hat Menschen aus Syrien und Südafrika die Urkunde für die deutsche Staatsangehörigkeit übergeben.

Wittenberg/MZ - Ein herzliches Willkommen hat Landrat Christian Tylsch (CDU) in Wittenberg neuen Staatsbürgern ausgesprochen. Zu einer Einbürgerungsfeier begrüßte Tylsch im großen Besprechungsraum des Landratsamtes 23 Menschen aus Syrien und Südafrika, darunter 13 Kinder. Sie alle erhielten von Tylsch die Urkunde, die ihnen nun die deutsche Staatsbürgerschaft bescheinigt.
Im feierlichen Rahmen stellte Tylsch kurz die Familien vor, die in den meisten Fällen im Jahr 2015 aus ihrer syrischen Heimat geflüchtet waren. Oftmals getrennt. Zu ihnen gehört Abdulrazzak Alkayal, der mit beiden Kindern die Urkunde erhielt. Er ist vor sieben Jahren nach Deutschland gekommen und seit Mai 2017 bei Wikana beschäftigt. Im Wege der Familienzusammenführung folgten 2018 seine Frau und seine Tochter Shad. Hier in Wittenberg wurde dann Sohn Mohammed geboren. Das Mädchen besucht inzwischen die erste Klasse, der Sohn eine Kindertagesstätte. Seit 2018 ist Abdulrazzak Alkayal übrigens ehrenamtlich als Integrationslotse im Landkreis Wittenberg tätig. Tylsch freute sich auf ein baldiges Wiedersehen, wenn seine Frau den Sprachtest abgelegt hat.
Mit ihren drei Töchtern Nouran, Reimar und Tallen ist Maram Al Mustafa Mitte 2015 nach Deutschland gekommen, ihr Mann Eyad Haj Sulayman, der damals in Saudi Arabien als Architekt arbeitete, folgte 2017. Inzwischen ist er als Architekt in Berlin tätig, seine Frau hat einen Minijob. Die beiden Kinder Nouran und Remar lernen am Luther-Melanchthon-Gymnasium und Tallen in der Grundschule.
Ebenfalls im Sommer 2015 kam Mohammed Saied Al Fadel Al Mahamid aus Syrien nach Deutschland. Seine Frau Muna folgte im November 2016 mit vier Kindern nach. Heiligabend 2018 kam die jüngste Tochter Lin in Wittenberg zur Welt. Al Fadel Al Mahamid arbeitet seit Mai 2019 im Schichtsystem als Produktionsmitarbeiter bei der Firma „Upfield Sourcing“ in Wittenberg. Muna betreut als Hausfrau die Kinder, die bis auf Lin alle noch zur Schule gehen.
Nachdem Hasan Alneimat 2012 mit seiner Frau Ihsan und den Kindern Jana und Ali von Syrien in den Libanon geflüchtet war, sind sie Anfang 2014 nach Deutschland gekommen. 2015 wurde Sohn Jauad in Wittenberg geboren. Hasan Alneimat hat sich dann vor vier Jahren selbstständig gemacht und das „Café am Durchbruch“ in Wittenberg eröffnet, in dem auch seine Frau mitarbeitet. Die Kinder besuchen eine Schule beziehungsweise eine Kita.

2015 aus Syrien nach Deutschland allein geflüchtet sind Milad Darwish und Abdul Kader Takhan, die der Landrat ebenfalls zur deutschen Staatsbürgerschaft beglückwünschte. Milad Darwish arbeitet seit November 2021 als Serviceberater im Autohaus Faust in Wittenberg. Abdul Kader Takhan ist seit reichlich einem Jahr als Servicemitarbeiter bei der Firma „Neumann+Krause“ in Berlin tätig.
Gleichfalls im Jahr 2015 ist Lutendo Debra Liersch als südafrikanische Staatsangehörige mit ihrem deutschen Ehemann Felix Liersch nach Deutschland gekommen, nachdem sich beide in Südafrika kennengelernt und 2014 dort die Ehe geschlossen hatten. Lutendo Debra Liersch hat 2018 eine Ausbildung als „Staatlich geprüfte Kinderpflegerin“ in Bitterfeld-Wolfen abgeschlossen und im November des gleichen Jahres eine berufsbegleitende Ausbildung zur Erzieherin in Dessau begonnen. Im März 2019 kam Tochter Leonie Lufuno zur Welt. Sie habe die deutsche Staatsbürgerschaft schon automatisch vom Papa geerbt, sagte Tylsch in seinen Glückwünschen zur Einbürgerung.
In diesem Jahr sind bereits vier weitere Menschen im Landkreis eingebürgert worden. Diese stammten aus Mexiko, Vietnam und Ungarn.