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Zweiter Blick auf die Landratswahl in Mansfeld-Südharz Wie die Landratskandidaten in einzelnen Wahllokalen abgeschnitten haben

Von Beate Lindner 08.06.2021, 09:45
Symbolbild
Symbolbild (Foto: imago images/Hartenfelser)

Sangerhausen/Eisleben/Hettstedt - Das Votum der Landratswahl in MSH erfordert eine Stichwahl. Auf den ersten Blick eine klare Sache für André Schröder (CDU) und Cathèrine Kayser (AfD). Die MZ wagt allerdings den zweiten Blick. Und zwar in die Wahllokale und die dortigen Zahlen. Wie haben die Kandidaten beispielsweise in ihren Heimatorten abgeschnitten? Ganz solide war das für André Schröder im Heimatwahllokal im Sangerhäuser TheODoor, wo er mit gut 44 Prozent gewann. Den Vogel hat Carsten Reuß (SPD) in seinem Heimatort Greifenhagen abgeschossen. Er gewann in seinem Wahllokal sogar mit sage und schreibe über 70 Prozent. In Hornburg, wo Cathèrine Kayser ihre Stimme abgegeben hat, setzte sich ziemlich deutlich ihr CDU-Kontrahent durch.

Kayser war dagegen in der Gerbstedter Ecke erfolgreicher - in Gerbstedt selbst, aber auch in Welfesholz, Zabenstedt oder in Ihlewitz, wo sie 37,68 Prozent der Stimmen holte. Schröder hat vor allem auf dem heimatlichen Parkett ziemlich gut punkten können - zog viele Stimmen im Südharz und in der Goldenen Aue. Dort zum Teil auch mit Spitzenwerten. In Bösenrode zum Beispiel kam der CDU-Kandidat auf 57,38 Prozent der Stimmen, ähnlich gut lief es für ihn auch in Thürungen, Tilleda und Sittendorf. Während in vielen Wahllokalen in MSH Schröder vor Kayser lag, haben die Kleinleinunger im Südharz etwas gegen den Trend entschieden. Auch dort hatte Schröder die Nase vorn, aber gefolgt von Silvio Jacob (Freie Bürger Mitteldeutschland) und Reuß - Kayser dagegen nur auf Rang vier. Ähnlich lief das in Grillenberg.

In Röblingen hat Jacob zwei von drei Wahllokale für sich entscheiden können, auch in Gorenzen, Großörner und Piskaborn hatte der Mann der FBM, der auch von den Linken unterstützt wurde, die Nase vorn. Schröder hat in Wolfsberg, einem Sangerhäuser Ortsteil, einen Spitzenwert von 59,68 Prozent erzielt. Dagegen war Kayser in Hettstedt durchaus erfolgreich, sie holte sich zum Beispiel den Sieg im Wahllokal Mansfeld-Museum. Ritterode und Meisberg gehörten SPD-Mann Reuß. Die Briefwahl, die in diesem Jahr keine unerhebliche Rolle spielte, hat nach Auszählung aller Stimmen ganz klar André Schröder für sich entschieden. (mz)